Die Woche vom 12. bis 18. Oktober 2026 brachte der Brandenburger Polizei eine dichte Folge von Gewaltdelikten, schweren Verkehrsunfällen und einer Reihe von Einbrüchen. Besonders im Fokus standen ein Fund einer Schusswaffe auf der A 24, eine Gruppenattacke vor einer Frankfurter Schule sowie mehrere Unfälle mit Schwerverletzten.
Auf der Rast- und Tankanlage Linumer Bruch an der A 24 im Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat die Polizei am gestrigen Abend gegen 20:30 Uhr einen 25-jährigen Autofahrer kontrolliert und dabei Drogen sowie eine Schusswaffe gefunden. Als der Beamte die Fahrertür des Tesla öffnete, schlug ihm starker Cannabisgeruch entgegen. Der Fahrer räumte ein, in den vergangenen Stunden Haschisch konsumiert zu haben. Ein Drogenschnelltest bestätigte den Cannabis-Konsum. Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrers und seines Wagens fanden die Polizisten eine geringe Menge Haschisch und eine Schusswaffe. Die Waffe wurde beschlagnahmt. Dem Fahrer wurde Blut entnommen, um den Verdacht des Fahrens unter Drogeneinfluss zu klären. Mehr dazu.
Nach einer Gewalttat vor einer Schule in Frankfurt (Oder) am 14. Oktober 2026 hat die Polizei umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Den Ermittlungen zufolge sollen mehrere Jugendliche einen Schüler körperlich attackiert haben. Der Junge wies Gesichtsverletzungen auf und meldete die Auseinandersetzung auf einer Polizeidienststelle. Im Fokus stehen inzwischen zehn Tatverdächtige im Alter zwischen 13 und 15 Jahren; ihnen wird gefährliche Körperverletzung und Raub vorgeworfen. Die Polizei sicherte Videomaterial, das den Vorfall zeigt und in sozialen Netzwerken verbreitet wurde. Sie warnt ausdrücklich davor, gewaltverherrlichende Videos in sozialen Medien zu teilen. Mehr dazu.
Am Nachmittag des 15. Oktober 2026 griff ein Mann das Jobcenter in der Karl-Marx-Straße in Eisenhüttenstadt auf und verletzte dort eine 41-jährige Mitarbeiterin. Rettungskräfte behandelten die Frau vor Ort. Der Angreifer flüchtete anschließend vom Jobcenter. Die Kriminalpolizei hat einen 46-Jährigen im Fokus, der sich nun wegen Körperverletzung zu verantworten hat. Mehr dazu.
Am frühen Morgen des 16. Oktober 2026 kam es in einem Regionalexpress von Berlin nach Erkner zu mehreren Gewalttaten. Ein 22-Jähriger griff zwei Fahrgäste unvermittelt an und schlug ihnen ins Gesicht. Nach der Attacke im Zug verließ er am Bahnhof Erkner das Fahrzeug, stieg ins Gleisbett hinab und lief dort umher. Anschließend kletterte er auf den Bahnsteig zurück und trat auf dem Bahnhofsvorplatz auf einen Passanten ein. Alarmierte Polizisten griffen den sichtlich angetrunkenen Mann, als er mit einem Fahrrad fliehen wollte. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,63 Promille. Er muss sich nun wegen Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Trunkenheit im Verkehr verantworten. Mehr dazu.
Auf der Landesstraße 79 zwischen Glienick und Groß Schulzendorf im Landkreis Teltow-Fläming kam es am Mittwochvormittag zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 86-jähriger Autofahrer wollte ein vorausfahrendes Fahrzeug überholen, verlor dabei die Kontrolle über seinen Wagen und kam nach links von der Fahrbahn ab. Der PKW prallte gegen einen Straßenbaum. Der 86-Jährige wurde schwer verletzt und kam mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus. Seine 80-jährige Beifahrerin erlitt ebenfalls schwere Verletzungen und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden. Der Sachschaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Mehr dazu.
Ebenfalls mit schweren Folgen endete ein Unfall in Kyritz: In der Graf-von-der-Schulenburg-Straße fuhr ein 24-jähriger Pedelec-Fahrer am Donnerstag gegen 17:15 Uhr augenscheinlich aufgrund eines medizinischen Problems gegen eine Hauswand. Der Mann wurde schwer verletzt. Rettungskräfte brachten ihn umgehend in ein Krankenhaus. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Mehr dazu.
Auf der Bundesautobahn 24 bei Neuruppin verursachte ein 21-jähriger Audi-Fahrer gegen 10:20 Uhr einen Auffahrunfall, weil er den erforderlichen Sicherheitsabstand zu einem vorausfahrenden Renault nicht einhielt. Bei dem Unfall wurden fünf Personen leicht verletzt: der Audi-Fahrer, seine Beifahrerin, die 30-jährige Renault-Fahrerin und zwei ihrer Mitfahrer, darunter ein Kleinkind. Alle wurden in ein Krankenhaus gebracht; ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Mehr dazu.
Am Freitagmorgen, 9. Oktober 2026, haben Zeugen einen 44-Jährigen schwer verletzt auf einer Baustelle auf dem Ruhlsdorfer Platz in Teltow aufgefunden. Der Mann lag unmittelbar vor einem leerstehenden Gebäude. Die Polizei brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus, wo er noch immer versorgt wird. Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht keine Lebensgefahr, allerdings ist der Mann derzeit nicht vernehmungsfähig. Den Ermittlern zufolge wurde er Opfer einer gefährlichen Körperverletzung. Am selben Tag nahm die Polizei einen 39-jährigen Mann und eine 52-jährige Frau vorläufig fest; die Staatsanwaltschaft ordnete jedoch ihre Entlassung an, da kein dringender Tatverdacht begründet werden konnte. Die Polizei sucht weiter Zeugen. Mehr dazu.
Am Mittwochabend wurde ein 53-Jähriger am Bahnhof Mahlow überfallen. Zwei unbekannte Männer sprachen ihn zunächst an und forderten erst eine Zigarette, dann sein Smartphone. Als der Mann beides verweigerte, schlug einer der Täter zu. Das Smartphone fiel zu Boden; die Täter hoben es auf und fuhren mit der S-Bahn davon. Der 53-Jährige wurde leicht verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen. Mehr dazu.
In Neuruppin versuchten zwei Frauen am Donnerstagnachmittag, in einer Apotheke im Stadtgebiet ein gefälschtes Rezept für verschreibungspflichtige Medikamente einzulösen. Eine aufmerksame Apothekerin alarmierte die Polizei; die Beamten stellten die Frauen kurz darauf in der Nähe der Apotheke. Weitere Ermittlungen zeigten, dass die 34- und 37-Jährigen, beide aus der Uckermark, bereits am vorangegangenen Montag in derselben und weiteren Apotheken im Stadtgebiet tätig gewesen waren und dabei teilweise verschreibungspflichtige Medikamente erlangt hatten. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden die Frauen festgenommen. Mehr dazu.
In Perleberg kam es im Schwarzen Weg gegen 17:45 Uhr zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine 75-jährige Beifahrerin leicht verletzt wurde. Ein 37-jähriger Lkw-Fahrer war von einer Grundstücksausfahrt auf die Straße gefahren und übersah dabei einen vorfahrtsberechtigten Wagen. Die Frau lehnte eine ärztliche Behandlung ab. Bei der Überprüfung der Personalien des Lkw-Fahrers stellte die Polizei fest, dass gegen ihn ein Haftbefehl mit 19 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe vorlag. Die Freiheitsstrafe konnte nur durch eine Zahlung von 1.520 Euro abgewendet werden, die der Mann im Beisein der Beamten leistete. Mehr dazu.
Mehrere Einbrüche und Einbruchversuche beschäftigten die Polizei in dieser Woche ebenfalls. In Plaue im Landkreis Brandenburg an der Havel brachen Unbekannte in eine Gärtnerei in der Königsmarckstraße ein, verwüsteten Zelte, verstreuten Utensilien und stahlen größere Mengen Gemüse. Der Schaden liegt im vierstelligen Bereich. Mehr dazu. In Hohen Neuendorf, Ortsteil Bergfelde, drangen Täter zwischen 12:00 Uhr und 20:15 Uhr in ein Einfamilienhaus im Forstweg ein und durchsuchten alle Zimmer; ob etwas gestohlen wurde, war zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme noch nicht bekannt. Kriminaltechniker sicherten Spuren, die Polizei sucht Zeugen. Mehr dazu. In Fresdorf im Landkreis Potsdam-Mittelmark scheiterten Täter an einem Einfamilienhaus: Sie hinterließen Hebelspuren an der Terrassentür und ließen das Tatwerkzeug auf der Terrasse zurück, ohne ins Haus gelangt zu sein. Der Sachschaden liegt im unteren dreistelligen Bereich. Mehr dazu. Auch in Jüterbog blieb ein Einbruchversuch erfolglos: Ein Täter beschädigte am Mittwochnachmittag Eingangstor und Türschloss eines Wohnhauses, gelangte jedoch nicht ins Innere. Der Schaden beläuft sich auf rund 100 Euro. Mehr dazu.
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Einen Schusswaffen-Fund meldete die Polizei in dieser Woche von der A 24: Bei der Kontrolle des 25-jährigen Tesla-Fahrers auf der Rast- und Tankanlage Linumer Bruch wurde neben einer geringen Menge Haschisch auch eine Schusswaffe sichergestellt. Ein Einsatz der Waffe wurde nicht gemeldet; sie wurde beschlagnahmt. Mehr dazu.
Die Woche verzeichnete auffällig viele Einbrüche und Einbruchversuche — allein vier Fälle wurden in Brandenburg an der Havel, Hohen Neuendorf, Fresdorf und Jüterbog bekannt. Zudem häuften sich Körperverletzungsdelikte im öffentlichen Raum und im Nahverkehr. Ob sich dahinter ein übergeordneter Trend verbirgt, lässt sich auf Grundlage der Wochenmeldungen nicht belastbar einordnen; die Kriminalpolizei ermittelt in den jeweiligen Fällen gesondert.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.