Das war die Blaulicht-Woche in Brandenburg: 20.07.–26.07.2026 (KW 30)

Die Woche vom 20. bis 26. Juli 2026 brachte der Brandenburger Polizei eine dichte Abfolge an Einbrüchen, Verkehrsunfällen mit schwer Verletzten und einem beunruhigenden Schusswaffeneinsatz in Potsdam. Die schwersten Vorfälle umfassten Festnahmen nach Einbrüchen, zwei Rettungshubschrauber-Einsätze sowie Ermittlungen wegen illegalen Sprengstoffs und Schussabgaben auf Ladengeschäfte.

Den Auftakt der Woche machte ein Einbruch in Ahrensfelde: Anwohner der Bahnstraße bemerkten in der Nacht zum 20. Juli Taschenlampenschein in einem Einfamilienhaus und riefen die Polizei. Die Beamten stellten einen maskierten 27-jährigen Moldauer, als er das Haus verlassen wollte — er war durch ein eingeschlagenes Fenster eingestiegen. Bei der Festnahme wehrte sich der Mann heftig. Ein Richter am Amtsgericht Bernau erließ am Folgetag Haftbefehl; der 27-Jährige wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Mehr dazu

Ebenfalls schwer verletzt wurde ein Kind bei einem Auffahrunfall auf der Bundesautobahn 13: Am Donnerstag fuhr zwischen Bronkow und Calau ein Volkswagen auf einen havariebedingt stehenden Mercedes-Lastwagen auf. Der zwölfjährige Beifahrer erlitt so schwere Verletzungen, dass er per Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden musste. Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei waren vor Ort im Einsatz; die Autobahn in Richtung Berlin wurde für die Dauer der Bergungsarbeiten vollständig gesperrt. Mehr dazu

Zu einem weiteren Hubschraubereinsatz kam es am Montag, 21. Juli, auf der Landesstraße 241 zwischen Stegelitz und Temmen: Eine 85-jährige Autofahrerin verlor die Kontrolle über ihren Mitsubishi, das Fahrzeug geriet in einen Straßengraben und blieb auf der Seite liegen. Die Fahrerin und ihre 87-jährige Begleiterin wurden eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden. Beide erlitten schwere Verletzungen; die 85-Jährige wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus ausgeflogen, die 87-Jährige mit dem Rettungsdienst. Die L241 war zeitweise gesperrt. Mehr dazu

In Potsdam hat es innerhalb von drei Tagen zwei Schussabgaben auf Ladengeschäfte gegeben. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die möglicherweise entscheidende Beobachtungen gemacht haben. Der erste Vorfall ereignete sich am Samstag, 13. Juli 2026, gegen 03:10 Uhr in der Geschwister-Scholl-Straße 87. Unbekannte beschädigten die Fensterscheibe eines Ladengeschäftes durch Schussabgabe. Drei Tage später, am Donnerstag, 16. Juli 2026, gegen 03:30 Uhr, kam es zu einer weiteren Schussabgabe vor einem Ladengeschäft in der Georg-Hermann-Allee 9 in Potsdam. Die Ermittlungsgruppe Titan des Landeskriminalamtes Brandenburg hat die Ermittlungen übernommen und sucht konkret nach zwei Radfahrern, die sich am 13. Juli 2026 gegen 03:15 Uhr im Bereich des ersten Tatorts aufgehalten haben sollen. Mehr dazu

In Cottbus zündeten Unbekannte am Montagabend gegen 23:00 Uhr einen selbstgebauten Böller im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in der Zielona-Gora-Straße. Bei der Explosion entwickelte sich Rauch im Treppenhaus; Flammen entstanden dabei nicht. Die alarmierte Feuerwehr konnte schnell wieder abrücken. Die Böllerreste wurden von der Polizei sichergestellt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des illegalen Sprengstoffs eingeleitet; die Identität der Täter ist bislang ungeklärt. Mehr dazu

In Eberswalde versuchte eine vierköpfige Gruppe am Montag, 21. Juli, in der Karl-Liebknecht-Straße zwei junge Männer im Alter von 17 und 18 Jahren zur Herausgabe von Wertgegenständen zu zwingen. Der 17-Jährige ergriff sofort die Flucht und verständigte die Polizei — dadurch kam es nicht zu einem vollendeten Raub. Kurze Zeit später wurden vier Verdächtige in der Nähe des Tatorts gestellt: zwei russische Staatsangehörige im Alter von 18 und 21 Jahren, ein 17-jähriger Deutscher sowie ein 15-jähriger Syrer. Drei der vier sind der Polizei bereits bekannt. Gegen das Quartett wird wegen versuchter räuberischer Erpressung ermittelt. Mehr dazu

In Frankfurt (Oder) fasste die Polizei am 21. Juli einen 61-jährigen polnischen Staatsbürger, der in einem Bekleidungsgeschäft im Spitzkrugring Waren im Wert von 640 Euro stehlen wollte. Die Überprüfung ergab, dass gegen den einschlägig bekannten Mann ein Haftbefehl bestand; er wurde festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Mehr dazu

In Nauen beobachtete ein Zeuge drei unbekannte Täter, die einen Discounter in der Berliner Straße ausraubten, und alarmierte die Polizei. Als die Beamten eintrafen, waren die Täter geflohen. Sie hatten Tabakwaren und alkoholische Getränke gestohlen; die genaue Beute stand zunächst nicht fest. Kriminaltechniker sicherten Spuren, die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen. Mehr dazu

In Hennigsdorf-Niederneuendorf entdeckte eine Bewohnerin am Montag gegen 15:20 Uhr, dass Unbekannte über die Balkontür in ihre Wohnung in der Straße Am Yachthafen eingedrungen waren. Die Täter durchwühlten alle Räume, stahlen Schmuck und Alkohol im Wert von mehreren hundert Euro und versuchten erfolglos, einen Tresor aufzubrechen. Kriminaltechniker sicherten Spuren; die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen in der Straße Am Yachthafen gemacht haben, sich zu melden. Mehr dazu

In Niederlehme brach am Donnerstagmorgen kurz nach 02:00 Uhr ein Feuer an einem Einfamilienhaus am Fürstenwalder Weg aus. Die Holzterrasse stand in Flammen, konnte aber nach wenigen Minuten gelöscht werden; der Sachschaden beläuft sich auf etwa 2.000 Euro. Ob es sich um Brandstiftung handelt, untersuchen Brandermittler und Kriminaltechniker noch. Mehr dazu

In Schwedt/Oder kontrollierte die Polizei am frühen Morgen des 21. Juli einen 34-jährigen Mann in der Berliner Straße, gegen den eine Ersatzfreiheitsstrafe offen war. Da er die fällige Geldstrafe nicht bezahlen konnte, muss er die Freiheitsstrafe antreten. Bei der Kontrolle fanden die Beamten zudem mutmaßliche Betäubungsmittel sowie ein Springmesser bei ihm; gegen den Mann laufen nun zusätzliche Ermittlungsverfahren. Mehr dazu

Weitere Einbrüche registrierte die Polizei in Herzberg, wo am Mittwoch eine Wohnung aufgebrochen wurde und die Kriminaltechnik Spuren sicherte (Mehr dazu), sowie in Blankenfelde-Mahlow, wo Unbekannte am Dienstag erfolglos versuchten, in ein Einfamilienhaus einzubrechen — dabei entstand ein Schaden von rund 150 Euro. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

In Potsdam beschädigten Unbekannte innerhalb von drei Tagen die Fensterscheiben zweier Ladengeschäfte durch Schussabgaben — am 13. Juli 2026 in der Geschwister-Scholl-Straße und am 16. Juli 2026 in der Georg-Hermann-Allee. Die Ermittlungsgruppe Titan des Landeskriminalamtes Brandenburg ermittelt; Zeugen werden gesucht. Mehr dazu — In Prenzlau bedrohte eine 18-jährige Frau am 23. Juli in der Stettiner Straße einen 34-jährigen Bekannten nach einem verbalen Streit mit einem kleinen Messer. Die junge Frau wies zum Tatzeitpunkt einen Atemalkoholwert von 1,68 Promille auf; sie musste eine Blutprobe abgeben und kam zur Verhinderung weiterer Straftaten auf eine Polizeistation. Verletzt wurde niemand. Mehr dazu — In Schwedt fanden Beamte bei der Kontrolle eines 34-Jährigen ein Springmesser sowie mutmaßliche Betäubungsmittel. Mehr dazu

Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Wohnungs- und Geschäftseinbrüchen: Allein in den Tagen zwischen Montag und Donnerstag meldete die Polizei Einbrüche oder Einbruchsversuche in Ahrensfelde, Hennigsdorf, Herzberg, Nauen und Blankenfelde-Mahlow — dazu einen Discounterraub durch drei flüchtige Täter. Ob diese Fälle in Zusammenhang stehen, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Brandenburg erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

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