Die Woche vom 15.06. bis 21.06.2026 brachte Bremen zwei brutale Raubüberfälle sowie Ausschreitungen nach dem WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft. Die schwersten Vorfälle betrafen einen Angriff auf zwei junge Männer in Woltmershausen und den Raub an einem 71-Jährigen im Ostertor.
In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden zwei 21-jährige Männer in Bremen-Woltmershausen Opfer eines mehrstufigen Überfalls. Der Angriff begann gegen 04:45 Uhr in einem Bus der Linie N3, wo die Männer mit zwei Unbekannten in Streit gerieten. An der Haltestelle Wildeshauser stiegen alle aus, und die Täter schlugen die beiden 21-Jährigen. Die Opfer flüchteten zunächst zu einer Bekannten, doch die Attacke endete damit nicht: Als sie erneut in der Woltmershauser Straße auf Höhe der Ladestraße unterwegs waren, griffen die Unbekannten erneut an – diesmal mit Tritten gegen den Kopf. Zeugen beobachteten die Tat. Die Polizei fahndet nach den Tätern und bittet um Hinweise. Mehr dazu
Bereits am Freitagnachmittag, gegen 16:40 Uhr, wurde ein 71-jähriger Mann in der Straße Am Dobben auf Höhe der Kreftingstraße im Stadtteil Ostertor überfallen. Mehrere unbekannte Täter versuchten zunächst, dem Senior die Goldkette vom Hals zu reißen. Als das misslang, fuhr ein zweiter Täter auf einem E-Scooter vor und riss erneut an Halskette, Armband und Ringen des Mannes. Die Räuber erbeuteten einen goldenen Kettenanhänger und flüchteten anschließend mit dem E-Scooter sowie zu Fuß in die Kreftingstraße, nachdem Zeugen auf die Tat aufmerksam wurden. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen. Mehr dazu
In der Nacht zum 22. Juni feierten mehrere hundert Fans in der Bremer Bahnhofsvorstadt den WM-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste. Gegen Mitternacht strömten Anhänger zum Breitenweg, Autokorsos und ausgelassener Jubel dominierten das Bild. Die Polizei sperrte den Bereich zeitweise ab, um Verkehrsbehinderungen zu verhindern. Die meisten Fans zeigten sich einsichtig. Allerdings reagierten einige Menschen aggressiv auf die Ansprache der Beamten: Mehrfach wurde Pyrotechnik gezündet, und Polizisten wurden von geworfenen Flaschen getroffen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In der zurückliegenden Woche wurden von der Polizei weder Messerattacken noch der Einsatz von Schusswaffen gemeldet.
Positiv verlief derweil die Sturmnacht in Bremerhaven: Trotz einer Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes verzeichnete die Integrierte Regionalleitstelle Unterweser-Elbe in der Nacht von Freitag auf Samstag lediglich zwei sturmbedingte Einsätze im Stadtgebiet – deutlich weniger als befürchtet. Unter anderem sicherte die Feuerwehr losgerissene Sonnenschirme eines Restaurants in der Hafenstraße; Verletzte gab es keine. Mehr dazu