Die Woche vom 7. bis 13. September 2026 forderte in Mecklenburg-Vorpommern einen Todesfall auf der Straße, mehrere Schwerverletzte und eine Serie von Einbrüchen, Bränden und Angriffen auf Polizeibeamte. Die Bilanz der Woche umfasst außerdem zwei verletzte Beamte bei getrennten Einsätzen sowie eine ungewöhnliche Betrugswelle, vor der die Polizei ausdrücklich warnt.
Der schwerste Vorfall ereignete sich am Freitagabend, dem 11. September, auf der Landesstraße 17 zwischen Zehna und Lohmen. Gegen 21.45 Uhr geriet ein Opel Corsa in den Gegenverkehr und stieß mit einem Skoda Octavia zusammen; ein dahinter fahrender VW Transporter konnte nicht mehr bremsen und fuhr auf. Der 18-jährige Fahrer des Skoda starb noch an der Unfallstelle. Der 46-jährige Fahrer des Opel wurde schwerverletzt, ebenso zwei Mitfahrer des Skoda – ein 17-Jähriger und eine 24-Jährige. Die 49-jährige Fahrerin des VW Transporter und ihre beiden Mitfahrer blieben unverletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 80.000 Euro; die L 17 blieb bis in die frühen Morgenstunden vollständig gesperrt. Mehr dazu
Am Samstag, dem 12. September, kollidierten gegen 13.30 Uhr auf der Kreisstraße 11 an der Einmündung nach Günz bei Barth zwei Leichtkrafträder. Ein 16-jähriger Fahrer streifte dabei einen anderen 16-Jährigen, der an der Einmündung zur Landstraße 213 wartete. Der vorbeifahrende Jugendliche stürzte daraufhin und zog sich schwere Verletzungen zu. Seine Soziusfahrerin wurde ebenfalls schwer verletzt. Beide kamen mit Rettungswagen und einem Notarzt in ein Krankenhaus. Der andere beteiligte Leichtkraftkradfahrer blieb unverletzt. Der Sachschaden wird auf etwa 1.000 Euro geschätzt. Zwei Rettungswagen und ein Notarzt waren im Einsatz. Mehr dazu
Ebenfalls am Samstag, dem 12. September, kam es auf der Bundesstraße 104 zwischen Zerrenthin und Rossow zu einem weiteren Unfall. Gegen 04.00 Uhr übermannte einen 18-jährigen Fahrer der Sekundenschlaf; sein Skoda driftete nach rechts und prallte gegen die Schutzplanke. Der Fahrer blieb unverletzt, an seinem Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden von rund 10.000 Euro. Die B 104 war für etwa zwei Stunden gesperrt. Gegen den 18-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet, sein Führerschein sichergestellt. Mehr dazu
Am Donnerstagnachmittag bedrohte ein 22-jähriger Mann in einem Supermarkt in Kröpelin Mitarbeiter mit einem Beil, nachdem diese ihn auf einen mutmaßlichen Ladendiebstahl angesprochen hatten. Der Mann flüchtete und wurde kurze Zeit später im leerstehenden Bahnhofsgebäude angetroffen. Wegen erheblicher Alkoholisierung fesselten ihn die Beamten; er wehrte sich dennoch tätlich. Der verletzte Polizeibeamte konnte seinen Dienst fortsetzen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 22-Jährige in die Justizvollzugsanstalt Neustrelitz überstellt; die Kriminalpolizei ermittelt wegen räuberischen Diebstahls sowie weiterer Delikte. Mehr dazu
In den Morgenstunden des Sonntags, 13. September, kam ein 23-jähriger Mann mit seinem Renault auf einem Feldweg bei Garlitz von der Fahrbahn ab und landete in einem Graben. Ein Drogenvortest schlug auf mehrere Substanzen an; zudem besaß der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis und führte Kennzeichen mit sich, die nicht für das Fahrzeug ausgegeben waren. Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen wehrte sich der Mann gegen die Beamten – dabei wurde ein Polizist an der rechten Hand verletzt und ist aktuell nicht mehr dienstfähig. Auch die Beifahrerin stand unter dem Einfluss berauschender Mittel. Die Polizisten brachten den Mann schließlich mit Handfesseln unter Kontrolle. Mehr dazu
Am Dienstagabend stoppten Beamte des Autobahnpolizeireviers Stolpe auf der A24 einen 27-jährigen Fahrer, der unter Kokaineinfluss und ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war. Zusätzlich soll er einen Mietwagen unterschlagen haben: Das Fahrzeug war am 25. August 2026 in Berlin für zwei Tage angemietet worden und weder bezahlt noch fristgerecht zurückgegeben worden. Ein Mitarbeiter der Autovermietung hatte das Fahrzeug auf der Autobahn aufgespürt und die Polizei verständigt. Mehr dazu
In der Nacht zum Sonntag, 13. September, drangen Einbrecher gegen 00.50 Uhr in die Geschäftsräume eines Pflegedienstes in der Langenstraße in Stralsund ein. Der Sachschaden beträgt rund 600 Euro; ob Gegenstände entwendet wurden, wird noch ermittelt. Die Polizei Stralsund ermittelt wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls und sucht Zeugen. Hinweise nimmt das Polizeihauptrevier Stralsund unter 03831/28900 entgegen. Mehr dazu
Am Samstag, dem 12. September, bemerkte ein Nachbar in Bergen (Landkreis Vorpommern-Rügen) gegen 10.00 Uhr einen Brand in einem Wintergarten, setzte sofort den Notruf ab und begann selbst, das Feuer zu bekämpfen. Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, war der Brand bereits gelöscht. Beschädigt wurden die Hausfassade, Holzfensterelemente des Wintergartens sowie dort gelagerte Malerutensilien; der Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache; ein Brandursachenermittler war vor Ort. Mehr dazu
Bereits am 5. September 2026 – und damit am Rande des Berichtszeitraums – stand eine Gartenlaube in Strasburg in der Thomas-Müntzer-Straße in Vollbrand. Die Polizei wurde gegen 16.15 Uhr alarmiert; das Gebäude am Hellteich brannte bei Ankunft bereits vollständig. Da die Dacheindeckung asbesthaltiges Material enthielt, wurde die Bevölkerung aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Drei Freiwillige Feuerwehren übernahmen die Löscharbeiten. Verletzt wurde niemand; der Sachschaden wird auf 1.500 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Mehr dazu
In Greifswald registrierte die Polizei im Berichtszeitraum mehrere Straftaten gegen Gewerbebetriebe: Ein Kiosk am Bahnhofsvorplatz in der Bahnhofstraße wurde zwischen dem 5. und 8. September gleich dreimal angegriffen, außerdem wurde in ein Fischgeschäft eingebrochen sowie ein Einbruchdiebstahl in eine Gaststätte verübt. Die Polizei sucht in allen Fällen Zeugen. Mehr dazu
In Rastow brachen Unbekannte zwischen Sonntagmittag und Montagmorgen in das Feuerwehrgerätehaus in der Bahnhofstraße ein und stahlen einen akkubetriebenen Rettungsspreizer. Der Schaden durch den Diebstahl wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Diebstahls im besonders schweren Fall; Hinweise nimmt die Polizei in Ludwigslust unter 03874/4110 entgegen. Mehr dazu
Am Freitag, dem 11. September, griffen in Neubrandenburg drei Jugendliche gegen 22.40 Uhr in der Kranichstraße einen zwölfjährigen Ukrainer an und verletzten ihn durch Schläge und Tritte. Das Kind kam mit leichten Verletzungen in ein Klinikum. Einen Tatverdächtigen stellten Beamte noch vor Ort; zwei weitere konnten im Nachgang ermittelt werden. Bei den drei Tatverdächtigen handelt es sich um Deutsche im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren. Mehr dazu
Die Schweriner Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung nach einem Überfall in der Nacht zum Sonntag, 6. September. Gegen 3.30 Uhr griffen fünf Tatverdächtige im Alter von 17 bis 29 Jahren – darunter zwei Deutsche sowie je ein syrischer, ukrainischer und russischer Staatsangehöriger – einen Mann auf dem Marienplatz körperlich an. Das Opfer entzog sich der Situation und ist bislang unbekannt; die Polizei sucht es dringend. Mehr dazu
Die Polizei Vorpommern-Greifswald warnt vor einer Variante des Vorschussbetrugs, bei der Täter vorgeben, Vertreter einer spanischen Anwaltskanzlei zu sein. Sie versprechen Opfern mehrere hunderttausend Euro – unter der Bedingung, als Erzeuger für eine angeblich zahlungskräftige Partei zu fungieren. Ein Mann aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald wurde bereits im Januar 2026 über einen Messenger kontaktiert; bevor es zu einer Zahlung kam, konnte er gewarnt werden. Die Polizei rät, derartige Angebote konsequent zu ignorieren. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Am Donnerstagnachmittag zog ein 22-jähriger Mann in einem Supermarkt in Kröpelin ein Beil aus seiner Tasche und bedrohte damit Mitarbeiter, nachdem diese ihn auf einen mutmaßlichen Ladendiebstahl angesprochen hatten – Mehr dazu. Weitere Fälle, bei denen Tatverdächtige in der Berichtswoche Messer oder Schusswaffen einsetzten, wurden von der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern nicht gemeldet.
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Bränden mit ungeklärter oder strafrechtlich relevanter Ursache: In Bergen, Strasburg und Rastow ermittelt die Kriminalpolizei jeweils wegen Brandstiftung oder des Verdachts der schweren Brandstiftung. Hinzu kommen mehrere Einbrüche in ungewöhnliche Zielobjekte – ein Pflegedienst in Stralsund, ein Feuerwehrgerätehaus in Rastow und ein Fischgeschäft in Greifswald – was auf zumindest regional strukturlose Gelegenheitskriminalität hindeutet. Auch zwei Vorfälle mit verletzten Polizeibeamten an unterschiedlichen Orten innerhalb weniger Tage sind bemerkenswert.
Ein aufmerksamer Anwohner in Lüttow verhinderte in dieser Woche einen vollendeten Wohnungseinbruch: Er bemerkte einen Fremden, der sich über eine Terrassentür Zugang zu einem Einfamilienhaus verschaffte, informierte die Hausbewohner und versuchte gemeinsam mit ihnen, den Eindringling aufzuhalten. Der Mann entkam zwar als Beifahrer eines Pkw mit WL-Kennzeichen, hinterließ jedoch verwertbare Spuren. Mehr dazu
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.