Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 7. und 13. September 2026 beschäftigte ein tödlicher Verkehrsunfall auf der Landesstraße 17 die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern ebenso wie mehrere Körperverletzungen, zwei Brandermittlungen und ein Beilangriff in einem Supermarkt. Die Bilanz der Woche umfasst einen Toten, mehrere Schwerverletzte und mindestens zwei verletzte Polizeibeamte.
Der folgenschwerste Vorfall ereignete sich am Freitag, 11. September 2026, gegen 21.45 Uhr auf der L 17 zwischen Zehna und Lohmen. Ein Opel Corsa geriet in den Gegenverkehr und stieß frontal mit einem Skoda Octavia zusammen; ein nachfolgender VW Transporter konnte nicht mehr bremsen und fuhr auf. Der 18-jährige Fahrer des Skoda starb noch an der Unfallstelle. Der 46-jährige Fahrer des Opel wurde schwerverletzt; zwei Mitfahrer des Skoda — ein 17-Jähriger und eine 24-Jährige — erlitten ebenfalls schwere Verletzungen. Die 49-jährige Fahrerin des VW Transporter und ihre beiden Mitfahrer blieben unverletzt. Der Sachschaden wird auf 80.000 Euro beziffert; die L 17 blieb bis in die frühen Morgenstunden vollständig gesperrt. Mehr dazu
Bereits am Sonntag, 6. September 2026, wurde ein Motorradfahrer bei einem Unfall an der Kreuzung B194/L26 in Poggendorf schwer verletzt. Eine 38-jährige Autofahrerin wollte nach links auf die L26 abbiegen und übersah dabei den 38-jährigen Motorradfahrer, der auf der B194 in Richtung Demmin unterwegs war. Er erlitt schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die Autofahrerin und ihre drei Mitfahrer blieben unverletzt; der Sachschaden beträgt rund 10.000 Euro. Mehr dazu
In den frühen Morgenstunden des Samstags, 12. September 2026, kam ein 18-jähriger Fahrer auf der B 104 zwischen Zerrenthin und Rossow von der Fahrbahn ab. Sekundenschlaf ließ seinen Skoda nach rechts driften; das Fahrzeug prallte gegen die Schutzplanke. Der Fahrer blieb unverletzt, am Wagen entstand wirtschaftlicher Totalschaden von rund 10.000 Euro, an der Schutzplanke ein Schaden von etwa 2.000 Euro. Die B 104 war für rund zwei Stunden gesperrt. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ein und stellte den Führerschein des Mannes sicher. Mehr dazu
Ebenfalls am 12. September 2026 kollidierten gegen 13.30 Uhr auf der Kreisstraße 11 bei Barth zwei Leichtkrafträder. Ein 16-jähriger Leichtkraftkradfahrer aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen streifte einen anderen 16-jährigen Leichtkraftkradfahrer, der an der Einmündung zur Landstraße 213 wartete. Der vorbeifahrende Jugendliche stürzte daraufhin und zog sich schwere Verletzungen zu. Seine Soziusfahrerin wurde ebenfalls schwer verletzt. Beide kamen mit Rettungswagen und einem Notarzt in ein Krankenhaus. Der andere beteiligte Leichtkraftkradfahrer blieb unverletzt. Der Sachschaden wird auf etwa 1.000 Euro geschätzt. Mehr dazu
In Kröpelin im Landkreis Rostock bedrohte ein 22-jähriger Mann am Donnerstag Supermarktmitarbeiter mit einem Beil, nachdem diese ihn auf mutmaßlichen Ladendiebstahl angesprochen hatten. Er flüchtete in ein leerstehendes Bahnhofsgebäude, wo die Polizei ihn erheblich alkoholisiert antraf und fesselte. Trotz der Fesselung wehrte er sich und griff die Beamten tätlich an. Der verletzte Polizeibeamte konnte seinen Dienst fortsetzen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann in die Justizvollzugsanstalt Neustrelitz überstellt; die Kriminalpolizei ermittelt wegen räuberischen Diebstahls sowie weiterer Delikte. Mehr dazu
Auf einem Feldweg bei Garlitz zwischen Langenheide und Garlitz kam ein 23-jähriger Mann an einem Sonntagmorgen mit seinem Renault nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet in einen Graben. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand — ein Drogenvortest schlug auf mehrere Substanzen an —, keine gültige Fahrerlaubnis besaß und die Kennzeichen am Fahrzeug nicht für dieses Fahrzeug ausgegeben waren. Auch seine Beifahrerin stand unter dem Einfluss berauschender Mittel. Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen wehrte sich der Mann gegen die Beamten; dabei wurde ein Polizist an der rechten Hand verletzt und ist aktuell nicht mehr dienstfähig. Die Polizisten brachten den Mann schließlich mit Handfesseln unter Kontrolle und fuhren ihn zur Blutprobenentnahme ins Krankenhaus. Mehr dazu
In Neubrandenburg überfielen drei Jugendliche am Freitag gegen 22.40 Uhr in der Kranichstraße einen zwölfjährigen Jungen und verletzten ihn durch Schläge und Tritte an mehreren Körperstellen. Das Opfer, ein zwölfjähriger Ukrainer, kam mit leichten Verletzungen ins Klinikum. Ein Zeuge alarmierte die Polizei; die Beamten stellten einen Tatverdächtigen noch am Tatort und ermittelten zwei weitere. Bei den drei Tatverdächtigen handelt es sich um Deutsche im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren. Mehr dazu
In Bergen auf Rügen bemerkte ein aufmerksamer Nachbar am 12. September 2026 gegen 10.00 Uhr einen Brand in einem Wintergarten, setzte den Notruf ab und begann eigenständig, das Feuer zu bekämpfen — und verhinderte so eine weitere Ausbreitung. Als Feuerwehr und Polizei eintrafen, war das Feuer bereits gelöscht. Beschädigt wurden die Fassade des Wohnhauses, in Holz gefasste Fensterelemente des Wintergartens sowie dort gelagerte Malerutensilien; der Sachschaden beträgt rund 20.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung. Mehr dazu
Bereits am 5. September 2026 stand eine Gartenlaube in der Thomas-Müntzer-Straße in Strasburg bei Ankunft der Polizei gegen 16.15 Uhr in Vollbrand. Das Dach enthielt asbesthaltiges Material; die Polizei warnte die Bevölkerung, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Verletzt wurde niemand; der Sachschaden beläuft sich auf rund 1.500 Euro. Auch hier ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Mehr dazu
In Rastow drangen Unbekannte zwischen Sonntagmittag und Montagmorgen in das Feuerwehrgerätehaus in der Bahnhofstraße ein und stahlen einen akkubetriebenen Rettungsspreizer. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Diebstahls im besonders schweren Fall und bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 03874 4110 bei der Polizei Ludwigslust zu melden. Mehr dazu
In Greifswald wurde ein Kiosk am Hauptbahnhof zwischen dem 5. und 8. September 2026 dreimal angegriffen. Die Polizei verzeichnete außerdem einen Einbruch in ein Fischgeschäft sowie einen Einbruchsdiebstahl in eine Gaststätte. Die Ermittlungen laufen; die Polizei sucht Zeugen. Mehr dazu
Die Schweriner Polizei sucht derweil nach dem Opfer einer gefährlichen Körperverletzung vom Sonntag, 6. September 2026. Gegen 3.30 Uhr griffen fünf Tatverdächtige im Alter von 17 bis 29 Jahren einen Mann auf dem Marienplatz körperlich an; der Geschädigte verließ den Tatort, bevor die Polizei eintraf. Die Tatverdächtigen — zwei Deutsche sowie je ein syrischer, ukrainischer und russischer Staatsangehöriger — wurden kurz darauf in der Mecklenburgstraße identifiziert. Das Opfer wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Mehr dazu
Auf der A24 stoppten Beamte des Autobahnpolizeireviers Stolpe am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr einen 27-jährigen Fahrer an der Raststätte Schaalsee. Der Mann soll unter Kokaineinfluss gestanden, keine gültige Fahrerlaubnis besessen und einen mutmaßlich unterschlagenen Mietwagen — einen Opel Astra — geführt haben. Das Fahrzeug war am 25. August 2026 in Berlin für zwei Tage angemietet worden, weder bezahlt noch fristgerecht zurückgegeben. Ein Mitarbeiter der Autovermietung hatte den Wagen auf der A24 entdeckt und die Polizei informiert. Mehr dazu
Die Polizei in Vorpommern-Greifswald warnt zudem vor einer Betrugsmasche, bei der sich Täter als Vertreter einer spanischen Anwaltskanzlei ausgeben und Opfern mehrere hunderttausend Euro versprechen — unter der Bedingung, als biologische Erzeuger für eine zahlungskräftige Partei zu fungieren. Ein Mann aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald wurde bereits im Januar über eine Messenger-Plattform kontaktiert. Die Täter verlangten vorab Geld für angebliche Anwaltskosten — das klassische Muster des Vorschussbetrugs. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Ein Vorfall mit einer Hieb- und Stichwaffe wurde in dieser Woche gemeldet: In Kröpelin bedrohte ein 22-jähriger Mann am Donnerstag Supermarktmitarbeiter mit einem Beil, nachdem diese ihn auf mutmaßlichen Diebstahl angesprochen hatten — Mehr dazu. Der Einsatz von Schusswaffen durch Tatverdächtige wurde in der zurückliegenden Woche von der Polizei nicht gemeldet.
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Vorfällen, bei denen Polizeibeamte im Dienst verletzt wurden: In Kröpelin griff ein erheblich alkoholisierter Mann nach seiner Festnahme Beamte tätlich an, und bei Garlitz wurde ein Polizist bei der Kontrolle eines drogenbeeinflussten Fahrers an der rechten Hand verletzt und ist seither nicht mehr dienstfähig. Beide Fälle stehen für den Druck, dem Beamte im Alltagsdienst ausgesetzt sind. Daneben ermittelt die Kriminalpolizei gleich in zwei Fällen wegen Brandstiftung — in Bergen und in Strasburg —, was die Frage nach möglichen Zusammenhängen aufwirft, auch wenn die Ermittlungen noch laufen.
Einen gelungenen Einsatz gab es in Lüttow bei Zarrentin: Ein aufmerksamer Nachbar bemerkte dort einen Einbrecher, der sich über eine Terrassentür Zugang zu einem Einfamilienhaus verschafft hatte, alarmierte die Bewohner rechtzeitig und konnte so Schlimmeres verhindern. Der Täter flüchtete zwar als Beifahrer in einem Pkw mit WL-Kennzeichen, die Polizei sucht nun Zeugen. Mehr dazu
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.