Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 12. und 18. Oktober 2026 beschäftigten mehrere schwere Gewaltdelikte die Polizei in Sachsen-Anhalt. Die schwersten Vorfälle waren zwei versuchte Tötungsdelikte in Magdeburg und Wittenberg, ein tödlicher Motorradunfall im Landkreis Harz sowie der Fund einer leblosen Frau am Runstedter See, bei der ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden kann.
Toter Motorradfahrer im Landkreis Harz
Am Donnerstag verlor ein 58-jähriger Motorradfahrer auf der Magdeburger Straße im Landkreis Harz sein Leben. An einer roten Ampel hatte er vor einem 41-jährigen Lkw-Fahrer angehalten; als die Ampel auf Grün wechselte, bemerkte der Lkw-Fahrer den Motorradfahrer offenbar nicht und fuhr ihn an. Der Mann erlitt schwerste Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Die Polizei ermittelt gegen den Lkw-Fahrer wegen fahrlässiger Tötung; ein Gutachter wurde hinzugezogen, der Unfallbereich für vier Stunden weiträumig abgesperrt. Mehr dazu
Tote Frau am Runstedter See – Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen
Bereits am Mittwoch, dem 7. Oktober 2026, hatte ein Jogger gegen 08:30 Uhr eine 40-jährige Frau leblos an einem Radweg am Runstedter See zwischen Großkayna und Braunsbedra aufgefunden; in der Nähe lag ein Fahrrad. Nach der rechtsmedizinischen Untersuchung kann ein Tötungsdelikt jedoch nicht ausgeschlossen werden. Das Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Halle (Saale) ermittelt jetzt. Die Polizei sucht Personen, die eine Frau mit gelber Jacke und Fahrrad am 7. Oktober 2026 zwischen 00:00 Uhr und 08:30 Uhr im Bereich des Runstedter Sees und der angrenzenden Umgebung gesehen haben oder Hinweise geben können. Mehr dazu
Versuchtes Tötungsdelikt in Magdeburg – Mann in Untersuchungshaft
In Magdeburg ist ein 32-jähriger Mann wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes festgenommen worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei waren nach der Schließung einer gastronomischen Einrichtung zunächst verbale Streitigkeiten zwischen mehreren Personen entstanden, die dann in eine körperliche Auseinandersetzung übergingen. Im Laufe der Auseinandersetzung entfernte sich der 23-jährige Bernburger aus der Personengruppe und klagte über Unwohlsein. Zeugen bemerkten daraufhin seine Verletzungen, verständigten den Rettungsdienst und die Polizei und leisteten Erste Hilfe, bis die Rettungskräfte eintrafen. Der 23-Jährige wurde aufgrund lebensbedrohlicher Verletzungen notoperiert. Die Polizei ermittelte den 32-jährigen Bernburger als Tatverdächtigen und nahm ihn vorläufig fest; das Amtsgericht Bernburg erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Mehr dazu
Messerangriff in Wittenberg: Ermittler suchen Zeugenaufnahmen
Nach dem versuchten Tötungsdelikt auf dem Arsenalplatz in Lutherstadt Wittenberg am 10. September 2026 bitten Staatsanwaltschaft und Polizei Zeugen, Bild- oder Videoaufnahmen von der Tat zur Verfügung zu stellen. Ein 30-Jähriger war damals gegen 17:40 Uhr von mehreren Personen angegriffen worden. Die Angreifer traten und schlugen auf ihn ein, einer von ihnen setzte einen messerähnlichen Gegenstand ein und verletzte das Opfer im Bereich des Oberkörpers mit mehreren potentiell lebensbedrohlichen Stichverletzungen. Der 30-Jährige flüchtete eigenständig in das nahegelegene Polizeirevier, die Täter verfolgten ihn noch kurzzeitig. Im Revier wurde die Stichwunde erstversorgt, dann brachte der Rettungsdienst den Mann zur stationären Behandlung in ein Klinikum, wo er operiert werden musste. Mehr dazu
Raub an 88-Jähriger in Halle
Am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, gegen 15:09 Uhr riss ein unbekannter Täter einer 88-jährigen Frau im Bereich der Bugenhagenstraße in Halle (Saale) von hinten die Handtasche weg und flüchtete. Die Geschädigte konnte lediglich angeben, dass der Täter männlich war. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer (0345) 224 2000 zu melden. Mehr dazu
Raub in Bitterfeld-Wolfen
Am 13. Oktober 2026 gegen 21:00 Uhr wurde ein 30-jähriger Fußgänger im Bereich der Bahnhofstraße in Bitterfeld-Wolfen von vier unbekannten Männern angesprochen und zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert. Als er angab, kein Geld dabei zu haben, warfen die Angreifer ihn zu Boden, schlugen auf ihn ein und entwendeten sein Portemonnaie, bevor sie in Richtung Bismarckstraße flüchteten. Der Mann erlitt leichte Verletzungen, die ambulant in einem Klinikum behandelt wurden. Hinweise nimmt das Revierkommissariat Bitterfeld-Wolfen entgegen. Mehr dazu
Schockanruf und Messerstreit in Halle
Am Dienstagvormittag wurde eine Seniorin im Bereich Südharz Opfer eines Betruges: Ein Unbekannter verwickelte sie etwa eine Stunde in ein Telefonat und behauptete, eine Verwandte habe einen tödlichen Unfall verursacht. Gegen Zahlung einer Kaution könne diese einer Haftstrafe entgehen. Während des Telefonats holte ein unbekannter junger Mann Bargeld im unteren fünfstelligen Bereich ab. Verwandte der Seniorin erstatteten später Anzeige. Daneben gerieten in Halle zwei Autofahrer in einen Streit, bei dem ebenfalls ein Messer eine Rolle spielte. Mehr dazu
Hehlerei-Verdacht in Magdeburg: Wohnung durchsucht
Die Polizei durchsuchte in Magdeburg die Wohnung eines 41-jährigen Mannes, den die Kriminalpolizei des Polizeireviers Magdeburg des gewerbsmäßigen Handels mit gestohlenen Gegenständen verdächtigt. Richterlich angeordnet, stellten die Beamten größere Mengen an Elektronik- und Gebrauchsgegenständen sicher, deren Wert auf einen unteren fünfstelligen Betrag geschätzt wird. Der Verdacht der gewerbsmäßigen Hehlerei habe sich durch den Fund erhärtet, teilte die Polizei mit. Mehr dazu
Mutmaßlicher Drogendealer in Magdeburg festgenommen
Beamte der Bereitschaftspolizei kontrollierten in Magdeburg einen 25-jährigen Mann im Bereich der Leibnizstraße, nachdem Zeugen beobachtet hatten, dass er dort mutmaßlich mit Betäubungsmitteln handelte. Bei der Kontrolle fanden die Beamten diverse Betäubungsmittel, Bargeld sowie verschreibungspflichtige Arzneimittel, die sichergestellt wurden. Die Polizei ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Konsumcannabisgesetz und das Arzneimittelgesetz; dem Mann wurde ein Platzverweis für den Bereich erteilt. Mehr dazu
Drogenfahrten mit E-Scootern in Stendal
Am 11. Oktober fiel in Stendal auf der Bahnhofstraße ein 15-jähriger E-Scooter-Fahrer bei einer Verkehrskontrolle auf: Ein Drogentest zeigte Cannabis-Konsum an. Die Polizisten untersagten die Weiterfahrt, entnahmen eine Blutprobe und leiteten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein; anschließend übergaben sie den Jugendlichen einem Erziehungsberechtigten. Wenige Stunden später, gegen 23:58 Uhr, kontrollierte die Polizei auf der Kurzen Straße in Erxleben eine 36-jährige Autofahrerin, bei der ein Drogentest Amphetamin-Konsum anzeigte. Auch ihr wurde die Weiterfahrt untersagt und eine Blutprobe entnommen. In den Folgetagen, am 13. Oktober gegen 17:30 Uhr, wurde auf dem Mönchskirchhof in Stendal ein 25-jähriger E-Scooter-Fahrer gestoppt, dessen freiwilliger Drogentest Kokain-Konsum anzeigte. Am 14. Oktober traf es auf der Bahnhofstraße eine 17-Jährige, die ebenfalls per E-Scooter unterwegs war und positiv auf Cannabis getestet wurde. In allen Fällen wurden Blutproben entnommen und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Mehr dazu / Mehr dazu
Einbrüche und Diebstähle in Dessau-Roßlau, Wittenberg und Coswig
In Dessau-Roßlau wurden zwischen dem 10. und 11. Oktober an einem Garagenkomplex in der Arlberger Straße gleich vier Garagen aufgebrochen. Aus einer wurden ein Stromaggregat, ein Akkuschrauber und eine Akkuflex gestohlen; der Diebstahlsschaden wird auf rund 550 Euro, der Sachschaden auf rund 500 Euro beziffert. Eine weitere aufgebrochene Garage wies einen Sachschaden von 3.000 Euro auf, ohne dass etwas gestohlen wurde. In der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober demontierten und entwendeten Täter auf dem Gelände eines Autohauses in Wittenberg die Scheinwerfer an fünf ausgestellten Fahrzeugen; der Wert der Beute wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. In derselben Nacht brachen Unbekannte in zwei Baucontainer auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in Coswig ein. Mehr dazu / Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Die Woche verzeichnete mehrere Messervorfälle im Land. Schwerster Fall war das versuchte Tötungsdelikt vom 10. September 2026 auf dem Arsenalplatz in Lutherstadt Wittenberg, in dem ein messerähnlicher Gegenstand eingesetzt wurde und der Ermittlern zufolge potentiell lebensbedrohliche Stichverletzungen am Oberkörper des 30-jährigen Opfers hinterließ – die Polizei sucht dazu weiterhin Zeugenaufnahmen. Mehr dazu In Halle (Saale) kam es gleich zu zwei Messerrauben: In der Nacht von Freitag auf Samstag bedrohten zwei maskierte Männer eine Frau in der Schopenhauerstraße mit einem Messer und raubten ihre Geldbörse. Am 10. Oktober gegen 23:40 Uhr forderten zwei Unbekannte ein Paar in der Straße Am Kirchtor unter Messerdrohung zur Herausgabe von Bargeld auf – ein hinzukommender Passant half dem Paar, die Täter flüchteten ohne Beute. Außerdem kam es in Halle zu einem Messerstreit zwischen zwei Autofahrern. Mehr dazu / Mehr dazu Auch beim versuchten Tötungsdelikt in Magdeburg soll ein Tatmittel eingesetzt worden sein, das lebensbedrohliche Verletzungen bei dem 23-jährigen Bernburger verursachte; der 32-jährige Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Mehr dazu
Auffällig in dieser Woche ist die gehäufte Zahl von Fahrten unter Drogeneinfluss mit E-Scootern: Allein in Stendal wurden innerhalb weniger Tage vier Personen – darunter ein 15-Jähriger und eine 17-Jährige – beim Fahren unter dem Einfluss von Cannabis, Kokain oder Amphetamin gestoppt. Das deutet auf einen anhaltenden Kontrollschwerpunkt der Polizei bei diesem Fahrzeugtyp hin. Daneben sticht die Häufung von Messervorfällen im Raum Halle ins Auge: Innerhalb weniger Tage registrierte die Polizei dort zwei Messerrauben und einen Messerstreit, was die Ermittlungsbehörden erkennbar beschäftigt.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.