An der Wurster Nordseeküste ist das Deichbrand-Festival 2026 friedlich zu Ende gegangen. Vom 15. bis 20. Juli besuchten täglich bis zu 60.000 Menschen das Festival in Wanhöden. Die Polizeiinspektion Cuxhaven zeigte sich mit dem Verlauf sehr zufrieden.
Während des viertägigen Festivals wurden rund 65 Straftaten registriert – deutlich weniger als in Vorjahren. Es handelte sich dabei um typische Festivalsituationen: Menschen ohne Bändchen auf dem Gelände, leichte Körperverletzungen und wenige Diebstähle. „Die Gesamtkonzepte rund um Sicherheit und Kriminalität haben sich definitiv bewährt“, sagte Einsatzleiter Andreas Lohmann.
Besondere Herausforderungen gab es beim Frühanreisezug am Mittwoch. Schon bis zum frühen Abend hatten etwa 30.000 Besucher ihre Tickets gescannt. Die Verkehrssituation war angespannt: Es bildeten sich stundenlange Warteschlangen rund um das Gelände, mehrere kleinere Unfälle ereigneten sich im Anreiseverkehr. Viele warteten bereits in der Nacht oder am Vorabend auf den Park- und Campingflächen.
Bei den Kontrollen bei An- und Abfahrt zeigten sich nur wenige Auffälligkeiten. Vereinzelt wurden Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, Fahrer ohne Fahrerlaubnis und Zulassungsverstöße festgestellt. Die Abfahrtkontrollen in der Nacht zum Sonntag und am Montagvormittag verliefen unauffällig.
Das Wetter spielte mit: Während die ersten Tage sonnig und heiß waren, wurde es ab Samstag windig. In der Nacht zum Sonntag fiel zeitweise starker Regen. Die Besucher ließen sich davon nicht stören. Der Abreiseverkehr lief nach dem letzten Auftritt von Sido ohne nennenswerte Störungen ab. Die letzten Gäste verließen das Gelände am Montagvormittag.
Insgesamt waren rund um die Uhr etwa 200 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Sie kamen aus der Zentralen Polizeidirektion Osnabrück, Braunschweig und Hannover, der Polizeiakademie Niedersachsen, den Polizeidirektionen Oldenburg und Lüneburg sowie der Polizeiinspektion Cuxhaven.
Auch die Polizeiakademie Niedersachsen war mit einem Infomobil auf dem Festival vertreten und warb aktiv um Nachwuchs für den Polizeiberuf. Der Stand war zeitweise derart überlaufen, dass sich Warteschlangen bildeten – bereits Stunden vor der täglichen Öffnung. Diese Nachfrage zeigte sich auch in den sozialen Medien, wo Beiträge zur polizeilichen Arbeit auf positive Resonanz stießen.
„Ein Einsatz dieser Größenordnung ist immer eine besondere Herausforderung“, bilanzierte Lohmann. „Durch die hohe Präsenz, Ansprechbarkeit und das besonnen Auftreten der Einsatzkräfte haben sie maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Festivalbesucher sicher und gut betreut fühlen konnten. Wo Grenzen überschritten oder Straftaten begangen wurden, haben sie konsequent gehandelt.“ Besonders positiv hob Lohmann das vertrauensvolle und reibungslose Miteinander aller Beteiligten – von Besuchern über Veranstalter bis zu Einsatzkräften und Behörden – hervor.
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