Die Deutsche Bank, die US-amerikanische Citigroup und die Schweizer UBS sind als globale Koordinatoren für einen möglichen Börsengang des Gaskonzerns Uniper ausgewählt worden. Dies berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen. Die drei Banken lehnten eine Stellungnahme zu dem Mandat ab.
Die Bundesregierung hat kürzlich bekannt gegeben, dass sie neue Eigentümer für rund 75 Prozent ihrer Anteile an Uniper sucht. Der Börsengang wird parallel zu einem möglichen Komplettverkauf der Mehrheitsbeteiligung vorangetrieben – ein Verfahren, das als „Dual Track“ bezeichnet wird.
Der Zeitplan für die Rückkehr des Energiekonzerns an die Börse ist allerdings ehrgeizig: Finanzkreise schätzen mit Blick auf den aktuellen Stand des Prozesses, dass frühestens Anfang 2027 ein Börsengang möglich wäre. Es zeichnet sich ab, dass der 75-Prozent-Anteil des Bundes in mehreren zeitlich versetzten Schritten an die Börse gebracht werden müsste.
Aufgrund dieser Einschränkungen hat der Bund beim IPO-Prozess keine Garantie, dass der Verkauf des 75-Prozent-Anteils bis 2028 erfolgreich abgeschlossen werden kann.