Deutsche Exporte im Mai gestiegen – Importe fallen deutlich

via dts Nachrichtenagentur

Deutschlands Außenhandel zeigt im Mai 2026 gemischte Signale: Während die Exporte zulegen, fahren die Importe zurück. Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete am Donnerstag auf Basis vorläufiger Ergebnisse, dass die deutschen Ausfuhren gegenüber April kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent stiegen. Parallel sanken die Importe um 2,5 Prozent. Im Jahresvergleich fällt die Bilanz deutlicher aus: Gegen Mai 2025 nahmen die Exporte um 6,1 Prozent zu, die Importe sogar um 6,9 Prozent.

Deutschland exportierte im Mai kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 137,9 Milliarden Euro und importierte Güter im Wert von 118,8 Milliarden Euro. Dies führte zu einem Außenhandelssaldo von 19,1 Milliarden Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber April, als der Überschuss 14,7 Milliarden Euro betrug. Im Vorjahresmonat Mai 2025 lag der Saldo bei 18,8 Milliarden Euro.

Bei den Geschäften mit EU-Staaten zeigt sich ein differenziertes Bild. In die Europäische Union flossen Exporte im Wert von 78,3 Milliarden Euro, während Importe von 59,5 Milliarden Euro kamen. Gegenüber April sanken die EU-Exporte um 1,1 Prozent und die EU-Importe um 2,5 Prozent. In die Eurozone-Länder gingen Waren im Wert von 54,6 Milliarden Euro (minus 0,5 Prozent), von dort kamen Importe von 39,9 Milliarden Euro (minus 4,3 Prozent). In die nicht-Eurozone-EU-Staaten wurden 23,7 Milliarden Euro Waren ausgeführt (minus 2,4 Prozent), während Importe von dort 19,6 Milliarden Euro betrugen (plus 1,6 Prozent).

Mit Staaten außerhalb der EU war der Handel belebter. Dorthin gingen Exporte im Wert von 59,6 Milliarden Euro, von dort kamen Importe von 59,4 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Exporte in Drittstaaten um 3,6 Prozent, während die Importe um 2,6 Prozent fielen.

Die Vereinigten Staaten bleiben Deutschlands wichtigster Exportmarkt. Dorthin wurden Waren im Wert von 14,1 Milliarden Euro verkauft – das sind 23,1 Prozent mehr als im April. Im Jahresvergleich zu Mai 2025 bedeutet das sogar ein Plus von 15,4 Prozent. Beim Vereinigten Königreich betrug der Exportzuwachs gegenüber April 0,4 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Die Exporte nach China legten um 7,1 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zu.

Bei den Importen führt China mit großem Abstand die Rangfolge an. Von dort kamen Waren im Wert von 15,1 Milliarden Euro – 2,0 Prozent weniger als im April. Aus den USA stiegen die Importe um 11,5 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. Aus Großbritannien nahmen die Einfuhren um 14,5 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zu.

In den unbereinigten Zahlen, die Saison- und Kalenderschwankungen nicht ausgleichen, fällt die Bilanz schwächer aus. Nominal wurden 129,3 Milliarden Euro exportiert und 113,7 Milliarden Euro importiert. Dies bedeutet ein Minus von 0,8 Prozent bei den Ausfuhren und ein Plus von 1,6 Prozent bei den Einfuhren gegenüber Mai 2025. Der nominale Außenhandelssaldo belief sich auf 15,6 Milliarden Euro, während er im Mai 2025 noch bei 18,4 Milliarden Euro lag.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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