Der deutsche Außenhandel hat im April 2026 sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen zugelegt. Die Ausfuhren stiegen gegenüber März kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent, die Einfuhren um 1,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 verzeichneten die deutschen Exporte ein noch stärkeres Wachstum von 3,6 Prozent, während die Importe um 6,2 Prozent zunahmen. Die Zahlen basieren auf vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes.
Konkret wurden im April 2026 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 136,6 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert. Gleichzeitig importierte die Bundesrepublik Waren im Wert von 122,1 Milliarden Euro. Daraus ergab sich ein Außenhandelsüberschuss von 14,5 Milliarden Euro, der damit geringfügig unter dem März-Wert von 14,7 Milliarden Euro lag. Im April 2025 hatte der Überschuss noch 16,9 Milliarden Euro betragen.
Der Handel mit den EU-Mitgliedstaaten entwickelte sich positiv: Deutschland exportierte Waren im Wert von 79,1 Milliarden Euro in die EU und importierte Güter im Wert von 61,0 Milliarden Euro. Gegenüber März stiegen die Exporte in die EU-Staaten um 1,0 Prozent, die Importe um 0,4 Prozent.
Innerhalb der EU zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen: In die Eurozone-Länder gingen Waren im Wert von 54,8 Milliarden Euro (plus 0,1 Prozent), während von dort Güter im Wert von 41,6 Milliarden Euro (plus 2,2 Prozent) eingeführt wurden. Mit den EU-Staaten außerhalb der Eurozone entwickelte sich der Handel gemischt: Die Exporte stiegen um 3,0 Prozent auf 24,3 Milliarden Euro, die Importe sanken jedoch um 3,4 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro.
Der Handel mit Drittstaaten außerhalb der EU umfasste Exporte im Wert von 57,5 Milliarden Euro (plus 0,7 Prozent gegenüber März) und Importe von 61,1 Milliarden Euro (plus 2,0 Prozent).
Bei den wichtigsten Handelspartnern zeigten sich unterschiedliche Trends: Die USA blieben der größte Abnehmer deutscher Waren mit Exporten im Wert von 11,4 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 1,8 Prozent gegenüber März entspricht. Allerdings lagen die USA-Exporte um 12,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich brachen um 9,5 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro ein, während die Exporte nach China um 3,5 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro sanken.
Auf der Importseite blieb China der größte Lieferant mit Einfuhren im Wert von 15,6 Milliarden Euro, was einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent entspricht. Die Importe aus den USA stiegen deutlich um 7,6 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro, während die Einfuhren aus dem Vereinigten Königreich um 4,7 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurückgingen.