Deutsche Haushalte sparen deutlich mehr als der EU-Durchschnitt

via dts Nachrichtenagentur

Private Haushalte in Deutschland sparen anteilig mehr als in vielen anderen Industriestaaten. Mit 18,9 Prozent lag die Bruttosparquote im Jahr 2025 deutlich über dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 14,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte.

Im internationalen Vergleich zeigt sich die hohe Sparneigung der Deutschen deutlich: In Frankreich sparten die privaten Haushalte 17,8 Prozent ihres verfügbaren Bruttoeinkommens, in den Niederlanden 17,4 Prozent, in Österreich 15,7 Prozent und in Italien 10,8 Prozent. Besonders hoch war die Quote in der Schweiz mit 27,4 Prozent – ein Wert, der auf die dortige höhere Bedeutung der privaten Altersvorsorge zurückzuführen ist. Vergleichsweise niedrig fiel die Bruttosparquote in den Vereinigten Staaten mit 10,7 Prozent aus.

Die Bruttosparquote wird üblicherweise für internationale Vergleiche genutzt. Sie zeigt den Anteil des Gesparten am verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte vor Abzug von Abschreibungen, vor allem auf Immobilien.

Auch langfristig betrachtet sparen deutsche Haushalte überdurchschnittlich. In den letzten zehn Jahren sparten die Haushalte im Durchschnitt 19,1 Prozent ihres Einkommens. Frankreich kam auf 16,6 Prozent, die Niederlande auf 16,3 Prozent, Österreich auf 15,3 Prozent, Italien auf 12,1 Prozent und die Vereinigten Staaten auf 13,0 Prozent. Die Schweiz lag im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 mit 24,5 Prozent erneut höher.

In jüngster Zeit zeigt sich jedoch ein leichter Rückgang der Sparquote. Im ersten Halbjahr 2026 lag sie wie im gesamten Jahr 2025 bei 18,9 Prozent. Im Jahr 2024 hatte sie noch bei 19,6 Prozent gelegen. Den Höchststand erreichte die Quote im Jahr 2020 mit 22,9 Prozent. Während der damals herrschenden Covid-19-Pandemie konsumierten die Menschen weniger als gewöhnlich, was zu diesem Anstieg der Sparquote führte.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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