Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni leicht aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex, ein wichtiger Indikator für die konjunkturelle Gesundheit, stieg auf 85,6 Punkte, nachdem er im Mai noch bei 85,0 Punkten lag, wie das Ifo-Institut am Mittwoch mitteilte.
Unternehmen bewerten ihre gegenwärtige Situation optimistischer als noch im Vormonat. Gleichzeitig zeigen sich die Erwartungen weniger pessimistisch als zuvor. Offenbar verringert sich die Unsicherheit über die kommenden Geschäfte. Die Firmen hoffen dabei auch auf eine Entspannung der weltpolitischen Spannungen.
In der Industrie zog der Index an, primär wegen deutlich verbesserter Zukunftserwartungen. Allerdings bewerteten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftsituation geringfügig pessimistischer. Belastend wirkt sich aus, dass die Zahl der Neuaufträge erneut zurückging.
Im Dienstleistungssektor verbesserte sich das Geschäftsklima ebenfalls. Dienstleister äußerten sich deutlich zufriedener über ihre laufenden Geschäfte, während sich ihre Erwartungen kaum veränderten. Die grundsätzliche Skepsis bleibt. Allerdings erholt sich der Transport- und Logistikbereich weiter, während der Tourismus weiterhin unter Druck steht.
Der Einzelhandel profitiert von steigenden Geschäftsklimaindizes. Händler zeigen sich zufriedener mit dem aktuellen Geschäft und ihre Erwartungen stiegen deutlich. Dennoch bleibt die Branche insgesamt angespannt – der Weg aus den schwierigen Bedingungen ist noch lang.
Im Bauhauptgewerbe besserte sich die Stimmung durch weniger pessimistische Erwartungen. Die Einschätzung der gegenwärtigen Lage blieb unverändert: Viele Baubetriebe leiden unter Auftragsengpässen.
Autor: dts Nachrichtenagentur