Deutschland hat nun 44 Millionen Wohnungen – Bestand wächst weiter

via dts Nachrichtenagentur

Deutschlands Wohnungsmarkt ist 2025 um 196.000 Wohnungen gewachsen. Zum Jahresende zählte das Statistische Bundesamt (Destatis) insgesamt rund 44,0 Millionen Wohnungen im Land – ein Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im zehnjährigen Rückblick fällt das Wachstum deutlicher aus: Seit Ende 2015 hat sich der deutsche Wohnungsbestand um 2,5 Millionen Wohnungen oder 6,0 Prozent vergrößert. Parallel dazu stieg die Gesamtwohnfläche in diesem Zeitraum um 8,9 Prozent auf 4,1 Milliarden Quadratmeter an.

Die überwiegende Mehrheit der Wohnungen – genau 43,1 Millionen oder 98,0 Prozent – befindet sich in Wohngebäuden. Dabei dominieren Mehrfamilienhäuser das Bild: Sie beherbergen 23,6 Millionen Wohnungen (54,9 Prozent). Deutschlandweit gibt es demnach etwa 3,5 Millionen solcher Häuser mit durchschnittlich 6,7 Wohnungen pro Gebäude. Einfamilienhäuser stellen mit 13,5 Millionen Objekten knapp ein Drittel (31,3 Prozent) des Wohnungsbestandes dar. In 2,8 Millionen Zweifamilienhäusern sind 5,5 Millionen Wohnungen (12,8 Prozent) untergebracht. Wohnheime – etwa für Studierende, Geflüchtete oder Wohnungslose – machen mit 0,4 Millionen Einheiten (1,0 Prozent) einen kleineren Anteil aus.

Rund 890.000 Wohnungen oder 2,0 Prozent sind in Nichtwohngebäuden zu finden. Darunter fallen beispielsweise Hausmeisterwohnungen in Schulen oder Wohnungen in innerstädtischen Lagen über Geschäftsflächen.

Während die Wohnungsanzahl von 2015 bis 2025 um 6,0 Prozent stieg, wuchs die verfügbare Wohnfläche mit 8,9 Prozent stärker. Das bedeutet: Die durchschnittliche Wohnung ist größer geworden. Zum Jahresende 2025 beträgt die durchschnittliche Wohnfläche pro Wohnung 94,0 Quadratmeter, zehn Jahre zuvor waren es noch 91,6 Quadratmeter (+2,6 Prozent). Pro Kopf der Bevölkerung stehen durchschnittlich 49,5 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung – ein Zuwachs von 3,3 Quadratmetern oder 7,1 Prozent seit 2015.

Weil der Wohnungsbestand seit 2015 etwas stärker wuchs als die Bevölkerung, verändert sich auch das Verhältnis zwischen Menschen und Wohnungen: Ende 2025 leben rechnerisch gut 1,9 Personen pro Wohnung, zehn Jahre zuvor waren es knapp 2,0 Personen je Wohnung.

Autor: dts Nachrichtenagentur

» Weitere Deutschland News