Eine Woche intensiver Polizeipräsenz hat in Dortmund zu zahlreichen Feststellungen geführt. Vom 9. bis 15. Juli führte die Polizei Dortmund im Rahmen ihres Präsenzkonzeptes „Fokus“ umfangreiche Kontrollen in der Innenstadt, der Nordstadt sowie weiteren Bereichen der Polizeiinspektion zwei durch. Das Ziel: polizeilich relevante Bereiche aufsuchen, Straftaten konsequent verfolgen und durch sichtbare Polizeipräsenz das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken.
Am 9. Juli konzentrierten sich die Maßnahmen zunächst auf die Innenstadt, besonders auf das Umfeld des Café Kick und weitere bekannte Treffpunkte. Bei einer Verkehrskontrolle in der Straße Kuckelke stellten Beamte fest, dass der Fahrer offenbar unter Drogeneinfluss stand. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Polizisten einen Schlagring, den sie beschlagnahmen. Ein Arzt entnahm dem Fahrer auf der nächsten Polizeiwache eine Blutprobe. Die Beamten fertigten eine Strafanzeige.
Noch am selben Tag beobachteten zivile Einsatzkräfte am Café Kick mutmaßliche Drogengeschäfte. Bei der Kontrolle eines 32-jährigen Mannes fanden sie mehrere verkaufsfertige Einheiten Kokain und Heroin. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.
In der Dortmunder Nordstadt intensivierte die Polizei ihre Maßnahmen gegen Drogenkriminalität. Im Bereich der Uhlandstraße kontrollierten Beamte mehrere Personen aus dem Umfeld der Drogenszene. Dabei stellten sie zunächst verkaufsfertige Cannabis-Einheiten sicher. Im weiteren Verlauf entdeckten sie in der Nähe zwei sogenannte Bunker und beschlagnahmen im niedrigen zweistelligen Bereich weitere verkaufsfertige Cannabis-Einheiten.
Am 10. Juli setzten die Einsatzkräfte ihre Kontrollen im Umfeld des Westenhellwegs, am Heinrich-Schmitz-Platz sowie in den Bereichen Hansastraße, Wißstraße und Stadtgarten fort. Auch am ZOB am Nordausgang des Hauptbahnhofs kontrollierte die Polizei mehrere Personen aus dem Drogenmilieu.
Ebenfalls am 10. Juli griffen Beamte im Bereich Rheinische Straße / Augustastraße ein. Mehrere Personen hatten einen Obdachlosen angepöbelt. Als zwei Menschen einschritten, um zu helfen, besprühten die Tatverdächtigen sie mit Farbe und schlugen auf sie ein. Zudem beschädigten sie ein Fahrrad. Die Polizei stellte die drei Tatverdächtigen und leitete Strafverfahren ein.
Am 13. Juli führten erneute Kontrollen am Café Kick zur Feststellung eines mutmaßlichen Dealers und zur Sicherstellung von Bargeld in dealertypischer Stückelung. Zivile Einsatzkräfte hatten zuvor beobachtet, wie dieser eine größere Bargeldsumme aus einem mutmaßlichen Drogengeschäft erhielt. Das Geld wurde beschlagnahmt. Bei einer weiteren Kontrolle am Café Kick fanden Beamte Kokain, das sie sicherstellten. Ein Strafverfahren folgte.
Am 14. Juli beobachteten Einsatzkräfte am Brügmannplatz erneut mutmaßliche Drogengeschäfte. Nach Kontrollen mehrerer beteiligter Personen stellten die Polizisten einen Foliendreher mit Kokain, mehrere verkaufsfertige Cannabis-Einheiten sowie Bargeld zur präventiven Gewinnabschöpfung sicher. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.
Im Dietrich-Keuning-Park kontrollierten Einsatzkräfte einen polizeibekannten mutmaßlichen Drogendealer. Bei ihm fanden die Beamten eine verkaufsfertige Cannabis-Einheit. Bei einer Durchsuchung des unmittelbaren Umfelds entdeckten sie eine versteckte Umhängetasche mit weiteren verkaufsfertigen Cannabis-Einheiten und einer Feinwaage. Die Gegenstände wurden sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.
Am 15. Juli setzten die Einsatzkräfte ihre Maßnahmen fort. Am Brügmannplatz beobachteten Polizisten erneut mutmaßliche Drogengeschäfte und stellten weitere verkaufsfertige Cannabis-Einheiten sicher. Im Dietrich-Keuning-Park überprüften Beamte einen weiteren polizeibekannten mutmaßlichen Drogendealer und sicherstellten weitere Cannabis-Einheiten sowie eine Feinwaage.
Während der Schwerpunktkontrollen vollstreckten Einsatzkräfte mehrere Haftbefehle. Eine gesuchte Person konnte nach Zahlung des haftbefreienden Betrages entlassen werden. Eine weitere Person konnte die Summe nicht aufbringen und wurde den zuständigen Behörden zugeführt.
Zusätzlich suchten die Beamten den Bereich des Huckarder Ortskerns sowie die Sengsbank auf, nachdem Bürger wiederholt über mutmaßliche Drogengeschäfte dort berichtet hatten. Die Polizei führte gezielte Präsenzmaßnahmen durch, konnte dort jedoch keine strafrechtlich relevanten Feststellungen treffen.
Im Bereich der Speckestraße bezogen Einsatzkräfte eine nahegelegene Kindertagesstätte in ihre Fußstreife ein. Das Personal der Einrichtung nahm die sichtbare Polizeipräsenz positiv auf.
Die Polizei Dortmund zieht eine positive Bilanz der einwöchigen Kontrollmaßnahmen. Durch die Kombination aus sichtbarer Präsenz, gezielten Kontrollen und verdeckten Einsätzen konnten die Beamten zahlreiche Straftaten erkennen, Ermittlungsverfahren einleiten sowie Betäubungsmittel und mutmaßlich aus Straftaten stammendes Bargeld sicherstellen. Das Präsenzkonzept „Fokus“ wird die Polizei Dortmund fortsetzen, um die Sicherheit in Innenstadt und Nordstadt nachhaltig zu stärken.