In der Nacht von Samstag auf Sonntag (20./21. Juni) haben Polizei und Stadt Dortmund einen großangelegten Schwerpunkteinsatz im Bereich des Dortmunder Walls durchgeführt. Im Fokus stand die Bekämpfung von erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen. Unterstützt wurden die Beamten vom Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Dortmund und der Stadtkasse.
Ab 21:15 Uhr richteten die Kooperationspartner eine feste Kontrollstelle auf dem Ostwall ein. Dort dokumentierten die Beamten insgesamt neun Verstöße gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung. Zwei Fahrzeugführer müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Den höchsten gemessenen Wert erzielte ein 22-jähriger Dortmunder: Bei erlaubten 30 km/h wurde er mit 67 km/h gemessen – nach Abzug der üblichen Toleranz von 3 km/h entspricht dies einer Überschreitung von 34 km/h.
Parallel zu den Kontrollen des Ordnungsdienstes dokumentierte der KOD 15 Verstöße gegen das Lärmschutzgesetz und leitete 18 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein – etwa wegen Verstößen gegen das Landesimmissionsschutzgesetz und die Straßenverkehrsordnung.
Während des gesamten Einsatzes betrieben Polizei und städtische Verkehrsüberwachung acht automatisierte Messstellen. Insgesamt 4.288 Fahrzeuge wurden dabei erfasst, 500 davon fuhren zu schnell. Ein besonderer Kontrollschwerpunkt lag auf der Ruhrallee in Höhe der DB-Brücke, wo die Polizei eigenständige Messungen durchführte. Von 2.091 Fahrzeugen, die dort passierten, hielten sich 341 nicht an die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h.
Die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes war mit zwei Messfahrzeugen an insgesamt sieben weiteren Messstellen im Einsatz und kontrollierte 2.197 Fahrzeuge. Dabei wurden 159 Verstöße festgestellt. Den Rekordwert stellte ein Fahrer auf der Münsterstraße auf, der mit 117 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen wurde.
Nach dem WM-Spiel Deutschland gegen die Elfenbeinküste nahm der Verkehr am Wall massiv zu. Fußballfans feierten den Sieg der Nationalmannschaft mit Autokorsos, was zu erheblichen Rückstaus vom Burgtor bis zum Neutor führte. Die Polizei Dortmund betont, dass zwar Euphorie und Freude über den sportlichen Erfolg verständlich sind, die Straßenverkehrsordnung jedoch auch bei Feierlichkeiten uneingeschränkt gilt. Verhaltensweisen wie ungesichertes Mitfahren auf oder außerhalb von Fahrzeugen sowie permanentes, unnötiges Hupen gefährden nicht nur die Feiernden selbst, sondern erschweren auch die Arbeit der Sicherheits- und Rettungskräfte erheblich. Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmenden, auch bei aller Begeisterung besonnen zu bleiben und sich an die Verkehrsregeln zu halten.