Die Dürresituation in Niedersachsen spitzt sich dramatisch zu. Der aktuelle UFZ Dürremonitor zeigt für weite Teile des Bundeslandes besorgniserregende Bodentrockenheit, wobei der Südosten in tiefroter Farbe eine außergewöhnliche Dürre aufweist.

Besonders dramatisch ist die Lage in der Region um Göttingen und im südöstlichen Niedersachsen, wo der Soil Moisture Index die höchste Dürrestufe erreicht hat. Die dunkelroten Bereiche auf der Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigen hier eine außergewöhnliche Bodentrockenheit an. Auch weite Teile Südniedersachsens sind von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen, erkennbar an den orange bis roten Färbungen. Etwas entspannter ist die Situation lediglich im äußersten Nordwesten und an der Küste, wo die gelbe Färbung auf mäßige Trockenheit hindeutet.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken die bedenkliche Entwicklung: In den letzten sieben Tagen fiel kein einziger Tropfen Regen in Niedersachsen. Auch für die kommenden drei Tage sagen die Meteorologen weiterhin Trockenheit voraus. Bei erwarteten Höchsttemperaturen von bis zu 23 Grad wird die Verdunstung zusätzlich angekurbelt, was die Bodentrockenheit weiter verschärfen dürfte.
Für die Landwirtschaft wird die Situation zunehmend kritisch. Viele Kulturen leiden bereits unter Wassermangel, was sich besonders auf die Erträge im Getreide- und Gemüseanbau auswirken könnte. Auch die Natur zeigt erste Stressanzeichen: Bäume werfen vorzeitig Blätter ab, und die Waldbrandgefahr steigt erheblich an. Wasserversorger in den betroffenen Regionen müssen möglicherweise bald Sparappelle an die Bevölkerung richten.
Den aktuellen Wetterbericht für Niedersachsen finden Sie hier.