Auf der Bundesautobahn 9 bei Weißenfels haben sich innerhalb weniger Stunden drei schwere Verkehrsunfälle ereignet, bei denen insgesamt acht Menschen schwer oder schwerstverletzt wurden. Die Richtungsfahrbahn München war zeitweise vollständig gesperrt.
Der erste Unfall passierte am 12. Juli 2026 gegen 12:30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Naumburg und Droyßig Richtung München. Die 40-jährige Fahrerin eines Audi musste wegen Stau stark abbremsen. Der 26-jährige Fahrer eines Skoda erkannte die Situation zu spät und fuhr auf den Audi auf. Die 79-jährige Fahrerin eines Opel fuhr wiederum auf den Skoda auf und wurde dabei schwer verletzt. Der Aufprall schob den Audi auf einen vorausfahrenden Ford. Die Beifahrerin des Skoda wurde schwerstverletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Klinikum gebracht. Der Skoda-Fahrer und zwei Kinder im Auto wurden leicht verletzt. Ebenso leicht verletzt wurden der Fahrer und die Insassen des Audi. Der Schaden an den vier Fahrzeugen betrug etwa 60.000 Euro.
Durch die Vollsperrung der Fahrbahn kam es zu Staubildung. Gegen 13:50 Uhr musste die 51-jährige Fahrerin eines VW Golf auf dem rechten Fahrstreifen verkehrsbedingt halten. Die Fahrer eines VW Touran und eines Mini Cooper verlangsamten ihre Geschwindigkeit. Der 34-jährige Fahrer eines Mercedes erkannte die Situation nicht rechtzeitig und fuhr auf den Mini Cooper auf. Dieser wurde auf den VW Touran geschoben, der sich daraufhin drehte und mit dem Golf sowie erneut mit dem Touran kollidierte. Die Fahrerin des Tourans wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste schwerstverletzt durch Rettungskräfte geborgen werden. Der 33-jährige Fahrer des Mini Cooper erlitt schwere Verletzungen, alle anderen Beteiligten wurden leicht verletzt. Insgesamt sechs Personen wurden bei diesem Unfall verletzt. Der Sachschaden betrug etwa 105.000 Euro. Im Einsatz waren drei Rettungshubschrauber, acht Rettungswagen, drei Notarztwagen und neun Feuerwehren. Die Richtungsfahrbahn München blieb bis etwa 19:20 Uhr vollständig gesperrt.
Ein dritter Unfall ereignete sich bereits am frühen Morgen des 12. Juli gegen 03:20 Uhr. Ein 67-jähriger Autofahrer fuhr die BAB 9 Richtung Berlin. Bei Bad Dürrenberg scherte ein Sattelzug auf den mittleren Fahrstreifen aus, um einen Lastwagen zu überholen. Um eine Kollision zu vermeiden, bremste der 67-Jährige stark ab, verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegend auf dem rechten Fahrstreifen liegen. Der Fahrer und seine 17-jährige Beifahrerin wurden leicht verletzt, konnten sich aber eigenständig aus dem Fahrzeug befreien. Der rechte Fahrstreifen war aufgrund der Unfallaufnahme, Reinigungs- und Bergungsarbeiten bis etwa 08:30 Uhr gesperrt.
Die Ermittlungen zu allen Verkehrsunfällen dauern an. Zuständig ist der Zentrale Verkehrs- und Autobahndienst der Polizeiinspektion Halle (Saale).
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