In Schwerin und der umliegenden Region ereigneten sich am Dienstag drei schwere Verkehrsunfälle mit insgesamt vier Schwerverletzten. Neben einem bereits bekannten Fall, bei dem ein Fußgänger schwer verletzt wurde, kamen zwei weitere Unfälle hinzu, die erhebliche Verletzungen zur Folge hatten.
Der erste der neu gemeldeten Unfälle passierte gegen 11:45 Uhr an der Kreuzung An der Crivitzer Chaussee und Am Grünen Tal. Eine 44-jährige Autofahrerin aus Schwerin fuhr mit ihrem Hyundai auf ein ziviles Polizeifahrzeug auf, das an einer roten Ampel wartete – wie weitere Fahrzeuge auch, weil Fußgänger die Straße querten. Die 44-Jährige zog sich durch den Aufprall schwere Verletzungen zu und wurde ins Krankenhaus gebracht. Eine Polizeibeamtin, die im Einsatzfahrzeug saß, klagte über Schmerzen. Der Sachschaden wird auf etwa 10.000 Euro beziffert.
Der schwerste Vorfall ereignete sich am Abend gegen 22:40 Uhr auf der B321 zwischen Schwerin und Warsow, auf Höhe Pampow. Ein 38-jähriger Deutscher war einer Polizeistreife in der Werkstraße aufgefallen, weil er mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fuhr. Als die Beamten ihn kontrollieren wollten, entzog sich der Mann der Kontrolle und setzte seine Fahrt mit hoher Geschwindigkeit Richtung Warsow fort. Dabei überholte er mehrere Fahrzeuge. In einer Rechtskurve kam sein BMW 3er nach links von der Straße ab. Das Auto durchbrach die Schutzplanke, kollidierte mit mehreren Bäumen und überschlug sich, bevor es wieder auf den Rädern zum Stillstand kam.
Der 38-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann unter Alkoholeinfluss stand. Hinzu kommt: Er besaß keine gültige Fahrerlaubnis. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zog man einen DEKRA-Sachverständigen hinzu, um den genauen Unfallablauf zu klären. Dem Fahrer wurde Blut zur Analyse entnommen. Der BMW war nicht mehr fahrbar und wurde abgeschleppt. Der Sachschaden wird auf rund 14.000 Euro geschätzt.
Die B321 musste während der Unfallaufnahme, Begutachtung und Bergungsarbeiten vollständig gesperrt werden. Die Maßnahmen dauerten bis etwa 03:00 Uhr morgens. Die Kriminalpolizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.
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