Drei Wildunfälle binnen weniger Stunden in Leer und Emden – Polizei warnt vor Dämmerungszeit

(Symbolbild)

In der Nacht zum Samstag und am frühen Samstagmorgen ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Leer/Emden gleich drei Wildunfälle. Alle Rehe starben bei den Zusammenstößen.

Der erste Unfall passierte am Freitagabend um 23.20 Uhr auf der B70 bei Moormerland. Eine 25-jährige Renault-Fahrerin fuhr Richtung Leer, als ein Reh die Fahrbahn kreuzte. Bei dem Zusammenstoß wurde das Auto beschädigt, das Reh starb sofort.

Nur wenige Stunden später, um 5 Uhr morgens, krachte ein 49-jähriger Audi-Fahrer auf der Autobahn 28 bei Uplengen in ein Reh. Er war Richtung Stuhr unterwegs, als das Tier vor seinen Wagen lief. Auch hier entstand Sachschaden am Auto, das Reh verendete vor Ort.

Der dritte Wildunfall ereignete sich in der Nacht zum Sonntag um 0.30 Uhr in Leer. Ein 40-jähriger Autofahrer fuhr auf der Papenburger Straße, als ein Reh die Fahrbahn querte. Nach dem Zusammenstoß konnte das Tier nicht mehr gefunden werden.

Die Polizei warnt vor der besonderen Gefahr in der Dämmerung und den frühen Morgenstunden. Die schlechten Lichtverhältnisse erschweren es Autofahrern, Wildtiere rechtzeitig zu erkennen. Werden die Tiere vom Scheinwerferlicht geblendet, bleiben sie oft unvermittelt stehen.

Die Beamten raten Autofahrern, auf Wildwechsel-Schilder zu achten und vor allem in der Dämmerung langsamer zu fahren. Steht unerwartet ein Wildtier auf der Straße, sollten Fahrer das Fernlicht abblenden, kontrolliert bremsen und hupen – aber nicht die Lichthupe betätigen.

Von riskanten Ausweichmanövern rät die Polizei dringend ab. Diese enden nicht selten in Kollisionen mit Bäumen oder im Gegenverkehr und sind oftmals deutlich gefährlicher als ein Zusammenstoß mit dem Tier. Zudem sind Wildtiere häufig nicht allein unterwegs – Autofahrer sollten daher stets auf mögliche Nachzügler achten.

Bereits am Freitag hatte sich in Emden ein anderer Verkehrsunfall ereignet. Um 9.35 Uhr wollte ein 69-jähriger Peugeot-Fahrer von der Jungfernbrückstraße nach links in die Johann-Wessels-Straße abbiegen. Dabei übersah er einen 39-jährigen Pedelec-Fahrer, der auf dem Radschutzstreifen unterwegs war. Bei dem Zusammenstoß wurde der Radfahrer leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden im unteren vierstelligen Bereich.

In einem weiteren Fall sucht die Polizei nach einem flüchtigen Unfallverursacher. Zwischen dem 27. Mai um 10 Uhr und dem 29. Mai um 10 Uhr beschädigte ein unbekannter Verkehrsteilnehmer in der Hauptstraße in Emden einen am Fahrbahnrand abgestellten blauen Dacia Sandero. Der Schaden liegt im unteren vierstelligen Bereich. Der Verursacher entfernte sich, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.

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