Dreiste Betrüger am Telefon — Senioren durchschauen die Maschen

(Symbolbild)

Im Landkreis Barnim haben Betrüger am 10.09.2026 versucht, zwei ältere Menschen um Geld zu bringen. Beide Senioren erkannten die Maschen aber und meldeten sich bei der Polizei.

Kurz nach 16:00 Uhr rief ein 85-jähriger Mann aus Zepernick an. Er hatte einen sogenannten Schockanruf erhalten: Der Anrufer behauptete, ein Angehöriger habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und müsse ins Gefängnis — es sei denn, er zahle eine Kaution in fünfstelliger Höhe. Der Mann erkannte sofort, dass es sich um Betrug handelt, beendete das Gespräch und informierte die Polizeiinspektion Barnim. Die Beamten leiteten Ermittlungen wegen versuchten Betruges ein.

Eine knappe halbe Stunde später meldete sich eine 86-Jährige aus Eberswalde. Am Vormittag hatte sie einen Anruf von einer Unbekannten bekommen, die sich als Bankmitarbeiterin ausgegeben hatte. Die Anruferin behauptete, es gebe eine verdächtige Abbuchung vom Konto der Seniorin und wolle alle Einzelheiten am Telefon klären. Als konkrete Fragen zu Bankdaten kamen, beendete die Frau das Gespräch.

Am Nachmittag folgte ein zweiter Anruf: Dieses Mal gab sich der Anrufer als Polizist aus und wollte wissen, ob die Seniorin Wertgegenstände zuhause hat. Auch hier verweigerte die 86-Jährige die Zusammenarbeit, legte auf und meldete den Vorfall der Brandenburger Polizei. Auch in diesem Fall leiteten die Beamten Ermittlungen zum versuchten Betrug ein.


Wie sich die Zahlen entwickelt haben

Gegenüber 2024 hat sich die Zahl der Betrugsfälle in Brandenburg um 15,7 Prozent verändert, sie ist gesunken. Gezählt wurden 2025 insgesamt 11.917 Fälle. Aufgeklärt wurden davon 70,6 Prozent, bundesweit 62,6 Prozent.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Brandenburg