Zwei Frauen haben am 24. Juni einen Senior in seiner Wohnung an der Schlesischen Straße bestohlen. Sie klingelten an der Wohnungstür und behaupteten, die Steckdosen in der Wohnung kontrollieren zu müssen. Der Mann ließ die beiden Frauen herein, woraufhin diese die Zimmer durchsuchten. Erst als der Senior die Frauen sehr energisch aufforderte zu gehen, verließen sie die Wohnung. Tage später bemerkte der Geschädigte, dass eine Tasche mit Dokumenten fehlte.
Die Polizei des Märkischen Kreises warnt vor dieser Masche. Betrüger geben sich häufig als Mitarbeiter der Pflegekasse aus oder behaupten, Strom-, Gas- oder Wasserleitungen kontrollieren zu müssen. Ihr Ziel: Unbeobachtet in die Wohnung gelangen und dort Wertsachen stehlen.
Um nicht Opfer solcher Betrügereien zu werden, rät die Kreispolizeibehörde: Lassen Sie Fremde nicht einfach in Ihre Wohnung. Fordern Sie zunächst Ausweise. Noch besser: Halten Sie wichtige Telefonnummern am Telefon bereit – etwa die Nummern Ihres Vermieters oder Verwalters, der Stadtwerke, Ihres Energielieferanten, von Pflegediensten und der Pflegekasse. So können Sie schnell überprüfen, ob der Besucher tatsächlich in Ihrem Auftrag unterwegs ist. Der vermeintliche Handwerker muss dafür solange vor der Tür warten. Ein echter Betrüger wird das Risiko nicht eingehen, entlarvt zu werden, und verschwinden. Notfalls können Sie auch einen Nachbarn anrufen und bitten, Sie zu unterstützen – so sind Sie nicht allein mit dem Fremden in der Wohnung.