Bei einer Kontrolle im Dresdner Hauptbahnhof hat die Bundespolizei am Mittwochabend einen 35-jährigen Russen festgenommen, der verschreibungspflichtige Medikamente, ein Messer und pyrotechnische Gegenstände bei sich trug.
Der Mann fiel einer Streife gegen 22:40 Uhr im Hauptbahnhof auf. Da er keine Ausweisdokumente bei sich hatte, wurde er für eine genauere Überprüfung in das nahegelegene Bundespolizeirevier gebracht.
Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Polizisten in seinem Rucksack und einer Tasche mehrere Blister der verschreibungspflichtigen Medikamente Tilidin, Metamizol und Pregabalin. Da die Menge den üblichen Eigenbedarf deutlich überstieg, keine ärztliche Verordnung vorlag und zudem diverse Druckverschlussbeutel mitgeführt wurden, besteht der Verdacht des illegalen Handels mit Arzneimitteln.
Im Hosenbund trug der 35-Jährige ein griffbereites Einhandmesser. Außerdem hatte er 143 Platzpatronen dabei, ohne im Besitz einer entsprechenden waffenrechtlichen Erlaubnis zu sein.
Die Polizisten stellten zusätzlich einen nicht gekennzeichneten pyrotechnischen Gegenstand sicher. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich vermutlich um eine Blendgranate des Typs GH2, wie sie im Softair- und Paintballsport verwendet wird. Aufgrund der fehlenden Kennzeichnung besteht ein strafrechtlicher Verdacht nach dem Sprengstoffgesetz.
Gegen den Mann wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz sowie das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Zudem wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Mitführens des Einhandmessers eingeleitet. Sämtliche Medikamente, die Pyrotechnik, das Messer sowie die Munition wurden sichergestellt.