Dresden: Feuerwehr bekämpft fünf Brände – Auto fährt in Einsatzstelle

© Feuerwehr Dresden Der Waldbrand befand sich unweit der Bautzner Straße.

Die Dresdner Feuerwehr war am 27. Mai 2026 bei fünf verschiedenen Bränden im Einsatz – von einer brennenden Rasenfläche bis zu einem erneuten Waldbrand in der Dresdner Heide. Bei einem Vegetationsbrand in Übigau fuhr ein 60-jähriger Autofahrer direkt in die abgesicherte Einsatzstelle.

Der erste Einsatz führte die Feuerwehr um 13:12 Uhr in die Fritz-Löffler-Straße in der Südvorstadt. Dort hatte ein Passant eine brennende Rasenfläche bereits mit einer Wasserflasche gelöscht, bevor die sechs Feuerwehrleute eintrafen. Sie kontrollierten nur noch die Brandstelle.

Eine Stunde später brannten am Lingnerplatz in der Seevorstadt drei Mülltonnen. Auch hier hatten Passanten den Brand mit Wasserflaschen eingedämmt, bevor die Feuerwehr eintraf. Ein Zeuge konnte den mutmaßlichen Verursacher beschreiben. Feuerwehrleute stellten den Tatverdächtigen zu Fuß und mit einem geliehenen Fahrrad, bis die Polizei kam. Parallel führten sie Nachlöscharbeiten durch. Ein weiterer Zeuge machte Fotos und blieb bis zum Polizeieintreffen vor Ort.

Der schwerste Einsatz war ein erneuter Waldbrand in der Dresdner Heide. Um 17:22 Uhr entdeckte ein Waldläufer Flammen im Bereich der Zeile 20 – genau dort, wo bereits am Vormittag ein Brand gewütet hatte. Auf etwa 50 Quadratmetern brannte Waldboden. 29 Einsatzkräfte aus Albertstadt und der Stadtteilfeuerwehr Bühlau bekämpften die Flammen mit Kleinlöschgeräten wie Gießkannen, Kübelspritzen, Dunghacken und Schaufeln sowie einem Strahlrohr. Mit einer Wärmebildkamera suchten sie nach versteckten Glutnestern.

Während eines Vegetationsbrands in der Washingtonstraße in Übigau passierte um 20:27 Uhr ein gefährlicher Zwischenfall: Ein 60-jähriger Skoda-Fahrer durchbrach die Absicherung mit Verkehrspylonen und Blitzleuchten und fuhr direkt in die Einsatzstelle. Das Absicherungsmaterial wurde zerstört, verletzt wurde aber niemand. Die Polizei ermittelt, warum der Mann in die Einsatzstelle fuhr. Die Feuerwehrleute löschten parallel zwei brennende Flächen mit Ödland und Gras von jeweils etwa 25 Quadratmetern.

Den letzten Brand des Tages meldeten Bürger um 21:06 Uhr im Dahlienweg in Gorbitz. Eine Ersthelferin hatte die etwa einen Quadratmeter große brennende Wiese bereits mit einer Gießkanne gelöscht. Die Feuerwehr führte Nachlöscharbeiten durch und übergab die Einsatzstelle an die Polizei.

Insgesamt rückte die Feuerwehr Dresden in 24 Stunden zu elf Brandeinsätzen, 16 Hilfeleistungen und drei Fehlalarmen aus. Der Rettungsdienst wurde 241-mal alarmiert, in 62 Fällen war ein Notarzt nötig. 190 Krankentransporte wurden durchgeführt, der Rettungshubschrauber war fünfmal im Einsatz.

Wegen der anhaltenden Trockenheit warnt die Feuerwehr vor erhöhter Brandgefahr. Sie bittet dringend darum, kein offenes Feuer im Wald zu entzünden, keine Zigaretten wegzuwerfen, Autos nicht auf trockener Vegetation abzustellen und bei Rauch sofort den Notruf 112 zu wählen.

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