Dresden: Feuerwehr rückte zu acht Bränden aus – Auto und Müllcontainer in Vollbrand

© Roland Halkasch Mit einem Strahlrohr wird die Brandbekämpfung aufgenommen.

Die Dresdner Feuerwehr war am Dienstag und in der Nacht zu Mittwoch zu acht Bränden im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Bei den Vorfällen brannten Hecken, Grünflächen, Gebüsche, Müllbehälter sowie ein Auto. Niemand wurde verletzt.

Der schwerste Vorfall ereignete sich um 3:27 Uhr auf einem Parkplatz an der Wachsbleichstraße in Dresden-Friedrichstadt. Ein Auto geriet in Vollbrand, die Flammen drohten auf benachbarte Fahrzeuge überzugreifen. Zusätzlich brannte vor dem Wohngebäude ein Müllcontainer. Die Feuerwehr löschte den brennenden Wagen unter Atemschutz mit Wasser und Löschschaum ab und verhinderte eine weitere Ausbreitung.

Während dieses Einsatzes meldeten Anwohner einen weiteren Mülltonnenbrand auf der nahegelegenen Schäferstraße. Die Feuerwehr schickte ein Löschfahrzeug dorthin und brachte auch diesen Brand schnell unter Kontrolle. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Insgesamt waren 18 Feuerwehrleute der Wachen Übigau und Löbtau sowie des U-Dienstes im Einsatz.

Ein besonderer Einsatz ereignete sich um 18:16 Uhr in der Reicker Straße in Dresden-Strehlen. Anwohner winkten ein zufällig vorbeifahrendes Feuerwehrfahrzeug heran und meldeten einen Wiesenbrand. Die Feuerwehrleute stellten auf einer Grünfläche mehrere glimmende Brandstellen über eine Länge von 50 Metern fest. Nach ersten Erkenntnissen hatte eine Person mit einer bengalischen Fackel trockene Vegetation entzündet. Unter Anleitung eines Feuerwehrkameraden unterstützten Anwohner die Löscharbeiten mit Wassereimern und „Schuhgröße 48“. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Weitere Brände gab es in Loschwitz (Wunderlichstraße, 10:40 Uhr): Eine zehn mal drei Meter große Hecke zwischen zwei Wohngebäuden geriet in Brand. Anwohner konnten die Flammen vor Eintreffen der Feuerwehr weitgehend löschen. 19 Feuerwehrleute der Wachen Striesen und der Stadtteilfeuerwehr Bühlau führten Nachlöscharbeiten durch.

In Laubegast (St. Pöltener Weg, 16:16 Uhr) entdeckten die Einsatzkräfte nahe den Kiesgruben eine 20 Quadratmeter große verbrannte Vegetationsfläche. Die offenen Flammen waren bereits erloschen. Die 26 Feuerwehrleute der Wachen Striesen und Niedersedlitz führten Nachlöscharbeiten mit Wasser aus der angrenzenden Kiesgrube durch.

Um 19:32 Uhr geriet in der Jakobsgasse in der Seevorstadt ein Grünstreifen mit Hecken- und Wiesenbewuchs in Brand. Betroffen waren etwa 25 Quadratmeter Wiesenfläche sowie eine Hecke. Der starke Pollenflug der umliegenden Pappeln begünstigte die Brandausbreitung. 16 Feuerwehrleute der Wache Altstadt brachten das Feuer mit einem Strahlrohr rasch unter Kontrolle.

In Pieschen (Wurzener Straße, 20:41 Uhr) brannten auf einem öffentlichen Spielplatz zehn Quadratmeter Ödland, Gestrüpp und ein Ligusterstrauch. Das Feuer war beim Eintreffen der sechs Feuerwehrleute der Wache Übigau bereits nahezu von selbst erloschen. In Dobritz (Sonniger Weg, 20:46 Uhr) geriet eine 28 Meter lange Hecke zwischen einem Spielplatz und der angrenzenden Straße in Brand. Anwohner hatten bereits erste Löschmaßnahmen eingeleitet. Sechs Feuerwehrleute der Wache Striesen löschten die restlichen Glutnester ab und kontrollierten die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera.

Die anhaltende Trockenheit und hohen Temperaturen erhöhen die Brandgefahr erheblich. Für die Region Dresden gilt aktuell die Waldbrandgefahrenstufe 4 („hohe Gefahr“). Feuerwehrsprecher Michael Klahre appelliert an alle Bürger: „Besonders trockene Vegetation, Hecken und Pollenansammlungen können sich derzeit innerhalb kürzester Zeit entzünden und Brände schnell ausbreiten. Bitte melden Sie bereits kleinste Rauchentwicklungen oder Flammen sofort über den Notruf 112.“

Die Feuerwehr rät: Kein offenes Feuer im Wald oder auf trockenen Grünflächen, Zigarettenstummel nicht achtlos wegwerfen, Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen, nur an ausgewiesenen Stellen grillen und Zufahrtswege zu Wäldern und Grünflächen freihalten.

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