Dresden: Feuerwehr und Rettungsdienst im Dauereinsatz – Verkehrsunfall und Brände in leerstehendem Gebäude

© Roland Halkasch Unfallfahrzeug auf dem Dach, Rettungswagen dahinter

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst der Landeshauptstadt Dresden hatten am 3. August 2026 alle Hände voll zu tun. Der Rettungsdienst wurde insgesamt 266-mal alarmiert, in 68 Fällen war ein Notarzt erforderlich. Hinzu kamen 185 qualifizierte Krankentransporte und vier Einsätze des Rettungshubschraubers.

Die Feuerwehr verzeichnete 33 Einsätze: acht Brände, neun Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen und 16 Hilfeleistungseinsätze. Besonders bemerkenswert war eine Häufung von fünf Brandmeldealarm-Einsätzen innerhalb von etwa 90 Minuten. Die Feuer- und Rettungswache Altstadt war bei allen fünf Alarmen mit ihrem Löschzug vor Ort – ein Team aus 16 Einsatzkräften auf vier Fahrzeugen.

Pkw stürzt auf die Seite

Am Morgen des 3. August kam es gegen 10:48 Uhr auf der Alten Meißner Landstraße in Briesnitz zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein Pkw kam aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, prallte gegen die Toranlage eines Grundstücks und blieb auf dem Dach liegen. Alle drei Fahrzeuginsassen konnten sich selbstständig befreien. Ein zufällig vorbeikommender Rettungswagen mit Notarzt leistete erste Hilfe, bis weitere Rettungskräfte eintrafen. Die drei Personen erlitten leichte Verletzungen und wurden zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus transportiert.

Der Aufprall hatte erhebliche Schäden hinterlassen: Der Hausanschlusskasten des Grundstücks war beschädigt. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und schützte den Stromkasten vor Witterung. Gemeinsam mit einem Entstördienst des Netzbetreibers wurden Teile der zerstörten Toranlage entfernt, um Zugang zum Anschlusskasten zu schaffen. Der betroffene Straßenabschnitt wurde vorübergehend stromlos geschaltet. Aus dem Unfallfahrzeug traten keine Betriebsstoffe aus. 27 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Albertstadt, Friedrichstadt und Altstadt sowie des B-Dienstes waren im Einsatz. Nach Abschluss übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei.

Wiederholte Brände in leerstehendem Haus

Zu einem ungewöhnlichen Fall kam es in der Saxoniastraße im Dresdner Westen. Gegen 17:01 Uhr wurde die Feuerwehr zu einer gemeldeten Rauchentwicklung aus dem Dachbereich eines leerstehenden Gebäudes gerufen. Im Dachgeschoss entdeckten die Einsatzkräfte einen Schwelbrand an einem Holzbalken, den sie mit einem Kleinlöschgerät schnell löschten. Mit einer Wärmebildkamera kontrollierte die Feuerwehr anschließend das gesamte Gebäude – keine weiteren Brandherde gefunden.

Nur etwa drei Stunden später, gegen 19:46 Uhr, wurde die Feuerwehr erneut zur gleichen Adresse alarmiert. Wieder war Rauch aus dem Dachgeschoss sichtbar. Dieses Mal fanden die Einsatzkräfte einen Kleinbrand an einem Holzbalken sowie brennenden Unrat vor. Beide Brandstellen wurden schnell mit einem Kleinlöschgerät gelöscht. Die Wärmebildkamera-Kontrolle ergab keine weiteren Auffälligkeiten. Bei beiden Brandeinsätzen wurden keine Personen verletzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. 22 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Löbtau und Altstadt waren im Einsatz.

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