Dresden: Kellerbrand in der Nacht – alle Berufsfeuerwehrwachen im Einsatz

© Roland Halkasch Feuerwehrleute gehen mit Atemschutzgeräten vor

Die Nacht zum 30. Juli 2026 war für die Dresdner Feuerwehr außergewöhnlich belastet: Während alle Berufsfeuerwehrwachen gleichzeitig im Einsatz waren, kämpften die Brandbekämpfer gegen einen großflächigen Kellerbrand und mehrere Mülltonnenbrände. Der Rettungsdienst der Landeshauptstadt wurde in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 243-mal alarmiert.

Der schwerste Einsatz der Nacht ereignete sich ab 01:52 Uhr auf dem Burkersdorfer Weg in Kleinpestitz: Ein Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus hüllte mehrere Wohnungen in dichten Rauch. Bewohner auf den Balkonen gaben an, dass ihre Wohnungen verqualmt waren. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte machte sich die Feuerwehr sofort an die Rettung zweier Personen, da die Rauchentwicklung aus dem Kellergeschoß bereits ihre Wohnbereiche erreichte. Eine dritte Person, von der anfangs angenommen wurde, dass sie sich im Treppenraum befinde, konnte nicht aufgefunden werden – sie befand sich bereits im Freien.

Die Brandbekämpfer lokalisierten das Feuer schließlich in einem Kellerabteil und begannen mit den Löscharbeiten. Nach etwa 30 Minuten war der Brand unter Kontrolle. Die Herausforderung lag jedoch in der anschließenden Rauchableitung: Das Kellergeschoß war verwinkelt mit mehreren Räumen, weshalb die Feuerwehr zwölf Einsatztrupps mit Atemschutzgeräten einsetzen musste. Hinzu kam, dass der Brand die Stromhauptleitung und eine Wasserleitung beschädigt hatte. Mitarbeiter der Sachsenenergie wurden alarmiert, um den Wohnblock vom Stromnetz zu trennen. Der Einsatz dauerte bis in die Morgenstunden an und wurde an die Folgeschicht übergeben.

Alle Personen, die mit Brandrauch in Berührung gekommen waren, erhielten vor Ort rettungsdienstliche Erstversorgung und konnten in ihren Wohnungen bleiben. Der Rettungsdienst übernahm die weitere Betreuung der Bewohner. Insgesamt 52 Einsatzkräfte der Feuerwehr Dresden aus den Feuer- und Rettungswachen Übigau, Altstadt und Albertstadt, der Stadtteilfeuerwehr Kaitz sowie der Rettungswache Altstadt waren an diesem Einsatz beteiligt.

Parallel zu diesem Großeinsatz ereigneten sich in der Äußeren Neustadt und in Albertstadt mehrere Mülltonnenbrände. Gegen 03:43 Uhr wurden Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Albertstadt zur Seifhennersersdorfer Straße alarmiert, wo Mülltonnen in Flammen standen. Während sie dort tätig waren, ging um 04:03 Uhr ein weiterer Notruf ein: Am Martin-Luther-Platz brannten ebenfalls Mülltonnen. Ein Löschfahrzeug der Feuer- und Rettungswache Übigau wurde zur Einsatzstelle entsandt. Zeitgleich um 04:03 Uhr wurde ein weiterer brennender Müllbehälter auf dem Alaunplatz gemeldet – hier entdeckten Einsatzkräfte einen rauchenden Papiercontainer. Alle drei Brände wurden jeweils von einem Trupp unter Atemschutz mit einem Strahlrohr gelöscht. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache dieser Brände aufgenommen. Insgesamt waren zwölf Einsatzkräfte im Einsatz.

Bei den übrigen Einsätzen in Dresden kam der Rettungsdienst insgesamt 243-mal zum Einsatz. In 55 Fällen war ein Notarzt erforderlich, 158 qualifizierte Krankentransporte wurden durchgeführt. Der Rettungshubschrauber kam siebenmal im Leitstellenbereich zum Einsatz. Die Feuerwehr verzeichnete insgesamt 27 Einsätze: Neben acht Brandeinsätzen und zwei automatischen Brandmeldeanlagen rückten die Kräfte zu 17 Hilfeleistungseinsätzen aus. Für einen normalen Sommertag waren die Zahlen im Jahresmittel unauffällig – doch die gleichzeitige Belastung aller Berufsfeuerwehrwachen machte die Nacht zu einer besonderen Herausforderung.

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