Dresdner Feuerwehr und Rettungsdienst im Dauereinsatz: 259 Notrufe in 24 Stunden

© Feuerwehr Dresden Waldbrandwarninformation Stufe 4

Dresden erlebte am 10. August 2026 einen Tag mit außergewöhnlich hohem Einsatzaufkommen für Feuerwehr und Rettungsdienst. Der Rettungsdienst der Landeshauptstadt wurde insgesamt 259-mal alarmiert, in 75 Fällen war ein Notarzt erforderlich. Hinzu kamen 154 qualifizierte Krankentransporte und drei Einsätze des Rettungshubschraubers.

Besonders zwischen 13:30 und 18:00 Uhr war das Notfallaufkommen stark erhöht. Die Feuer- und Rettungswache Striesen musste drei zusätzliche Rettungswagen besetzen, um die hohen Fallzahlen zu bewältigen.

Die Feuerwehr Dresden verzeichnete im gleichen Zeitraum 38 Einsätze. Sieben davon waren Brände, sechs weitere wurden durch automatische Brandmeldeanlagen ausgelöst. Die restlichen 25 Einsätze waren Hilfeleistungen – ein Tag also, an dem alle Aufgaben der Feuerwehr vertreten waren: Retten, Löschen, Bergen und Schützen.

Heckenbrand mit Rauchentwicklung in Wohnhaus

Gegen 10:00 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Heckenbrand in der Müller-Berset-Straße in Striesen-Süd gerufen. Bereits auf der Anfahrt wurde starke Rauchentwicklung gemeldet. Vor Ort brannte ein Nadelgehölz auf einem Grünstreifen vor einem Mehrfamilienhaus. Mitarbeiter der Wohnungsgenossenschaft hatten bereits erste Löschversuche mit einem Gartenschlauch unternommen. Die Feuerwehr übernahm die Brandbekämpfung mit einem Strahlrohr und brachte das Feuer schnell unter Kontrolle.

Der Rauch war durch mehrere gekippte Fenster in angrenzende Wohnungen eingedrungen. Mehrere Heimrauchmelder hatten ausgelöst. Die Feuerwehr kontrollierte die betroffenen Wohnungen, belüftete sie teilweise und musste eine Wohnung schadfrei öffnen. Personen kamen nicht zu Schaden. Nach ersten Erkenntnissen war bei Unkrautarbeiten mit einem Bunsenbrenner ein Funke auf die Hecke übergesprungen. Der Einsatz dauerte von 10:01 bis 11:17 Uhr und band 6 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Striesen.

Verkehrsunfall zwischen Pkw und Motorrad

Am Nachmittag kam es auf der Leipziger Straße in Trachau zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Motorrad. Der Motorradfahrer wurde durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus transportiert. Der Pkw-Fahrer klagte über Kreislaufprobleme und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Am Motorrad waren die Ölwanne und Teile des Tanks beschädigt worden. Die Feuerwehr demmte die auslaufenden Betriebsstoffe ein und nahm sie nach der Unfallaufnahme auf. Fahrbahn und Gleiskörper wurden gereinigt und anschließend durch die Polizei freigegeben. Der Einsatz dauerte von 14:40 bis 16:40 Uhr und erforderte 12 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau und Albertstadt sowie der Rettungswache Pieschen.

Fahrzeug kommt auf der A17 von der Fahrbahn ab

Nahe der Anschlussstelle Dresden-Gorbitz kam am Nachmittag ein Pkw von der Fahrbahn der Bundesautobahn A17 in Fahrtrichtung Prag – Dresden ab und prallte in die Leitplanke. Das Fahrzeug kam dahinter zum Stehen. Die Fahrerin hatte das Fahrzeug bereits verlassen und wurde durch den Rettungsdienst betreut und in ein Krankenhaus transportiert. Die Feuerwehr sicherte zusammen mit der Polizei die Unfallstelle und sperrte den rechten Fahrstreifen. Ein Hund, der sich im Fahrzeug befunden hatte, konnte bereits vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit gebracht und in die Obhut eines Tierheims gegeben werden. Der Einsatz dauerte von 14:54 bis 16:59 Uhr und erforderte 31 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Albertstadt und Altstadt, der Rettungswache Löbtau sowie des B-Dienstes.

Waldbrand bei Weixdorf/Marsdorf

Gegen 16:15 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Waldbrand im Bereich Weixdorf/Marsdorf alarmiert. Die Rauchentwicklung war vom Tower des Dresdner Flughafens aus sichtbar. Die Flughafenfeuerwehr hatte beim Eintreffen der Dresdner Einsatzkräfte bereits mit der Brandbekämpfung begonnen. Auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern waren Teile des Unterholzes verbrannt. Zudem wurden zahlreiche Schwelstellen festgestellt. Die Feuerwehr Dresden übernahm die Einsatzstelle und setzte mehrere Strahlrohre zur Brandbekämpfung ein. Weitere Einsatzkräfte legten Schwelstellen frei und schufen mit Motorsägen und Feuerwehräxten Bewegungsraum. Die Flughafenfeuerwehr unterstützte die Maßnahmen mit weiteren Fahrzeugen. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde die Einsatzstelle an den zuständigen Revierförster des Sachsenforsts übergeben. Der Einsatz dauerte von 16:15 bis 19:10 Uhr und band 43 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Albertstadt, die Flughafenfeuerwehr sowie die Kameraden der Stadteilfeuerwehren Klotzsche, Langebrück und Weixdorf.

Technischer Defekt in der Centrum-Galerie

Am Abend löste die automatische Brandmeldeanlage der Centrum-Galerie an der Prager Straße aus. Die Einsatzkräfte stellten in einem Technikraum eine Verrauchung fest. Als Ursache wurde ein brennender Kondensator in einem Schaltschrank festgestellt. Dieser konnte mit einem CO₂-Feuerlöscher gelöscht werden. Der betroffene Bereich wurde anschließend durch die vorhandene Lüftungsanlage sowie mit einem Feuerwehrlüfter entraucht. Personen wurden nicht verletzt, Gebäudeschäden entstanden nicht. Der Einsatz dauerte von 18:20 bis 20:31 Uhr und erforderte 36 Einsatzkräfte aller Feuer- und Rettungswachen sowie des B-Dienstes und U-Dienstes.

Ammoniaklösung-Behälter wegen Hitze verformt

Gegen 20:10 Uhr wurde die Feuerwehr zum Gasturbinenheizkraftwerk der SachsenEnergie an der Oederaner Straße in Löbtau-Nord alarmiert. Mehrere Behälter mit Ammoniaklösung waren aufgrund der hohen Temperaturen stark verformt worden. Die außergewöhnlich hohen Außentemperaturen führten zu ungewöhnlich hohen Temperaturen im Maschinehaus, die die üblichen Lagertemperaturen überschritten. Bei der Erkundung wurden keine Undichtigkeiten und keine erhöhte Ammoniakkonzentration festgestellt. Ein speziell ausgerüsteter Trupp unter Atemschutz und mit entsprechender Schutzkleidung brachte die Behälter vorsorglich in einen kühleren Bereich. Insgesamt wurden 14 Behälter mit jeweils 20 Litern Inhalt sicher umgelagert. Der Einsatz dauerte von 20:10 bis 22:17 Uhr und erforderte 42 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Altstadt und Löbtau sowie des B-Dienstes und U-Dienstes.

Warnung vor erhöhter Brandgefahr

Die Feuerwehr Dresden weist darauf hin, dass die anhaltende Hitze und Trockenheit derzeit zu einer erhöhten Brandgefahr führt. Die Behörde bittet um besondere Vorsicht beim Umgang mit Feuer und bei Arbeiten im Freien.

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