Dürre-Alarm für Berlin: Extreme Trockenheit bedroht Böden trotz Niederschlägen

Die aktuelle Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt für Berlin und Brandenburg eine besorgniserregende Situation: Weite Teile der Region sind von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen. Während im Nordwesten noch moderate Bodenfeuchteverhältnisse herrschen, dominieren im Zentrum und Süden der Region dramatische dunkelrote Flächen.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders kritisch ist die Lage in den südlichen und östlichen Bereichen Brandenburgs sowie in weiten Teilen Berlins, wo der Soil Moisture Index (SMI) auf außergewöhnliche Dürre hinweist. Nur im äußersten Nordwesten zeigen sich noch gelbe Bereiche mit moderater Trockenheit. Die Karte verdeutlicht einen starken Kontrast zwischen dem noch halbwegs verschonten Nordwesten und den extrem trockenen südöstlichen Gebieten.

Trotz der 19,7 Millimeter Niederschlag der vergangenen Woche bleibt die Bodenfeuchtesituation angespannt. Diese Regenmenge reicht nicht aus, um die tieferen Bodenschichten zu erreichen und die bestehende Dürre zu lindern. Auch die für die kommenden drei Tage prognostizierten 7 Millimeter Niederschlag werden an der grundlegenden Trockenheitsproblematik wenig ändern – die Böden benötigen deutlich mehr und vor allem langanhaltende Niederschläge, um sich zu erholen.

Für die Landwirtschaft in der Region bedeutet diese Situation erhebliche Herausforderungen bei der Bewässerung von Kulturen und der Futterproduktion. Wälder leiden unter Trockenstress, was das Risiko für Waldbrände erhöht und Bäume anfälliger für Schädlinge macht. Die Wasserversorger müssen die Grundwasserstände genau beobachten, da die anhaltende Trockenheit auch die Trinkwasserreserven belasten könnte.

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