Die aktuelle Dürrekarte des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt Bayern überwiegend trocken. Etwa 75 Prozent der Landesfläche sind von schwerer oder extremer Dürre betroffen. Der Norden weist moderate Dürre auf, während der Süden und die Mitte extreme bis teilweise aussergewöhnliche Dürrebedingungen aufweisen.

Süden und Mittelfranken am stärksten betroffen
In Südbayern, insbesondere in den Regionen um München und Oberbayern, dominiert dunkelrot die Karte — ein Zeichen für extreme Dürre. Auch in Mittelfranken und Teilen Unterfrankens zeigen sich ähnlich kritische Werte. Der Norden Bayerns, besonders um Nürnberg und Bamberg, weist moderatere Trockenheit auf, mit orange gefärbten Gebieten. Nur vereinzelte Flecken im Nordwesten zeigen grünliche Töne mit besserer Bodenfeuchte.
Anhaltende Trockenheit verschärft die Situation
In den vergangenen sieben Tagen fielen im Durchschnitt nur 0,1 Millimeter Regen — praktisch kein Niederschlag. Die Durchschnittstemperatur lag bei 5,5 Grad Celsius, die Höchsttemperatur bei 9,6 Grad. Obwohl die Temperaturen im November moderat sind, wirkt sich die fehlende Feuchtigkeit auf den Boden bis 1,80 Meter Tiefe aus. Der Boden reagiert träge auf Veränderungen; die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen hat sich in tiefere Schichten fortgesetzt.
Für die Landwirtschaft bedeutet dies, dass Herbstaussaaten unter ungünstigen Bedingungen starten. Das Grundwasser wird nicht aufgefüllt, und Waldbestände verlieren weitere Feuchte. In betroffenen Regionen könnten Wasserversorgungsunternehmen bei anhaltendem Mangel vor Herausforderungen stehen.
Aussichten für Niederschlag — kein Regen in den nächsten drei Tagen
Die Vorhersage für die kommenden drei Tage bringt keine Entspannung: Es ist kein Niederschlag zu erwarten. Die Höchsttemperaturen werden bei etwa 8,1 Grad liegen, die Tiefsttemperaturen bei 0,9 Grad. Schnee oder Graupel sind nicht vorgesehen. Damit setzt sich die Trockenphase fort, ohne dass der Boden Wasser zuführen kann.
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