Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors vom 3. August 2026 zeigt Hessen überwiegend in der Klasse „schwere Dürre“ (rot). Der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe weist in großen Teilen des Landes deutliche Trockenheit auf. Nur kleinere Bereiche, insbesondere im Norden und in höheren Lagen, liegen in den Klassen „moderate Dürre“ (orange) oder „ungewöhnlich trocken“ (hellgelb).

Mitte und Süden mit roten Flächenanteilen
Das Zentrum Hessens wird flächig von der roten Klasse dominiert, was auf eine verschärfte Trockenheitslage hindeutet. Der südliche Landesteil zeigt ebenfalls überwiegend rote Färbung mit einzelnen dunkelroten Flecken (extreme Dürre), vor allem im Bereich um Darmstadt und südlich davon. Der Norden und die nordöstlichen Bereiche sind weniger intensiv betroffen und fallen in die orange bis hellgelbe Kategorie. Feucht gefärbte Bereiche (blau/grün) sind auf der Karte nicht sichtbar.
Wenig Niederschlag bei hohen Temperaturen
In den vergangenen sieben Tagen fielen im Durchschnitt nur 9,2 Millimeter Regen bei einer Durchschnittstemperatur von 22,8 Grad Celsius. Die Spitzentemperatur erreichte 35,6 Grad. Der Gesamtboden reagiert auf Niederschläge träge – die aktuellen Regenfälle sind daher nur begrenzt in die rote Klasse eingeflossen. Die kommenden drei Tage bringen mit erwarteten 1,1 Millimetern Niederschlag und 33 Grad Maximaltemperatur keine wesentliche Entspannung.
Folgen für Landwirtschaft und Grundwasser
Die schwere Dürre im Gesamtboden beeinträchtigt die Verfügbarkeit von Bodenwasser in tieferen Schichten, die für Wurzelwerk und Grundwasserneubildung entscheidend sind. Sommergetreide und Futterpflanzen sind in betroffenen Regionen auf zusätzliche Bewässerung angewiesen. Die Waldbrandgefahr bleibt erhöht, insbesondere wo die dunkelroten Flächen sichtbar werden. Längerfristig wirkt sich die Trockenheit des Gesamtbodens auf die Grundwasserstände aus, die mit Verzögerung sinken.
Die Daten stammen vom UFZ-Dürremonitor (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung). Die Karte wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-Gleitendes Mittel des Soil Moisture Index.
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