Die SPD/Volt-Ratsfraktion fordert die Verwaltung der Landeshauptstadt Düsseldorf auf, geeignete städtische Flächen zu identifizieren. Diese sollen für die geplante Wohnungsbaugesellschaft des Bundes genutzt werden, um mindestens 2.000 Wohneinheiten zu entwickeln. Die Verwaltung soll ihre Ergebnisse bis September 2026 in einer Beschlussvorlage (ein Papier, das der Rat abstimmt) präsentieren.
Laut Wohnungsmarktbericht 2025 der Stadt sind in den vergangenen zehn Jahren mehr Sozialwohnungen mit günstigen Mietpreisen aus der Förderung gefallen als neu entstanden. Die NRW-Bank prognostiziert, dass 2034 etwa 43,5 Prozent weniger Sozialwohnungen zur Verfügung stehen als 2024. Gleichzeitig steigen die Mieten auf dem freien Markt.
Der Antrag weist auf eine Lücke in der Wohnungspolitik hin: Während der Fokus bisher auf Sozialwohnungen lag, fehlt es auch an bezahlbarem Wohnraum für die mittlere Bevölkerungsschicht. Menschen ohne Wohnberechtigungsschein (ein Dokument für Anspruch auf geförderte Wohnungen) finden schwer bezahlbare Wohnungen.
Die Bundesregierung plant deshalb eine Wohnungsbaugesellschaft für bezahlbares Wohnen. Diese soll ohne primäres Gewinnziel arbeiten und neben bestehenden städtischen Unternehmen wie der SWD agieren. Die Antragsteller sehen darin eine Chance für Düsseldorf, eine Vorbildfunktion einzunehmen und schnell erste Projekte zu starten.
Nach einer früheren Anfrage (RAT/210/2025) bestehen auf städtischen und strategischen Flächen Potenziale für mindestens 1.800 Wohneinheiten. Zusätzlich liegen Flächen brach, die wegen Insolvenzen von Entwicklern nicht bebaut wurden. Das Ziel von 2.000 Wohneinheiten soll laut Antrag realisierbar sein.
Maike Hiller, Politikredaktion NRW