Duisburg: Großkontrolle am Car-Friday – 359 Verstöße, 4 Fahrzeuge stillgelegt, Flucht mit BMW

Quelle: Polizei Duisburg

Bei einer groß angelegten Verkehrskontrolle am Karfreitag haben Polizei und städtische Behörden in Duisburg 359 Verwarngelder verhängt und 112 Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben. Vier illegal umgebaute Fahrzeuge wurden aus dem Verkehr gezogen.

Am 3. April 2026 beteiligte sich die Duisburger Polizei an der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion „Rot für Raser, Poser und illegales Tuning“. Der traditionelle „Car-Friday“ gilt als Saisonauftakt der Tuning-Szene und steht daher besonders im Fokus der Ermittler. An dem behördenübergreifenden Einsatz waren neben der Polizei auch das Bürger- und Ordnungsamt, die Fahrerlaubnisbehörde sowie das Amt für Rechnungswesen und Steuern der Stadt Duisburg beteiligt.

Gegen 21:40 Uhr ereignete sich ein spektakulärer Zwischenfall: Der 41-jährige Fahrer eines blauen BMW Coupe missachtete auf der Wanheimer Straße die Anweisungen eines Polizisten und flüchtete. Ein Motorradpolizist entdeckte den BMW kurze Zeit später geparkt auf einem Hinterhof an der Paul-Esch-Straße. Vom Fahrer und den zuvor am Auto angebrachten Kennzeichen fehlte zunächst jede Spur.

Bei der Durchsuchung des Hofes fanden die Beamten die Kennzeichen in einem Versteck – sie gehörten eigentlich zu einem Sportwagen. Im Bereich Paul-Esch-Straße/Gießereistraße entdeckten die Polizisten einen Mann, der auf die Beschreibung des flüchtigen Fahrers passte. In seiner Tasche befanden sich ein Ausweis und ein Autoschlüssel, der zu dem BMW gehörte. Drogen- und Atemalkoholtest verliefen negativ. Der 41-Jährige räumte ein, keine gültige Fahrerlaubnis zu besitzen. Er muss sich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung und Diebstahls vor Gericht verantworten.

Vier Fahrzeuge mit unzulässigen Umbauten zogen die Einsatzkräfte aus dem Verkehr. Die Besitzer müssen neben Bußgeldern auch Abschlepp- und Gutachterkosten tragen. Auf der Wanheimer Straße stoppten die Beamten den 42-jährigen Fahrer eines Porsche Panamera 4S wegen Unstimmigkeiten bei der Rad-Reifenkombination und einer stark beschädigten Felge.

Gegen 0:30 Uhr kontrollierten die Polizisten auf der Duisburger Straße/Walther-Rathenau-Straße einen blauen Opel Corsa. Schleifspuren in den Radkästen vom Kontakt der Reifen mit der Karosserie führten zur Sicherstellung des Fahrzeugs. Der 24-jährige Fahrer erwartet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis.

Ein blaues BMW-Cabrio fiel durch eine auffallend laute Abgasanlage auf. Bei der Überprüfung entdeckten die Polizisten weitere gravierende Mängel: ein defektes Zündschloss, scharfkantige und offenliegende Metallteile in der Fahrertüre sowie Mängel am Fahrwerk. Mitarbeiter der Fahrerlaubnisbehörde entstempelten die Kennzeichen und stellten den Fahrzeugschein sicher.

Den letzten Fall verzeichneten die Beamten gegen 2:20 Uhr an der Duisburger Straße/Walther-Rathenau-Straße: Ein schwarzer Mercedes S63 AMG eines 24-jährigen Oberhauseners lag so tief auf der Straße, dass die Reifen Kontakt zur Karosserie hatten und Schleifspuren in den Radkästen hinterließen.

Bei den Geschwindigkeitskontrollen ahndeteten die Beamten 317 Verstöße und schrieben 91 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Spitzenreiter war ein Autofahrer, der statt der erlaubten 30 km/h mit 76 km/h auf der Duisburger Straße unterwegs war. In acht Fällen überprüften Mitarbeiter der Fahrerlaubnisbehörde die Gültigkeit von Führerscheinen. Sieben Strafverfahren leitete die Polizei wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, fehlender Versicherung oder Verstößen gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz ein.

Das Amt für Rechnungswesen und Steuern überprüfte 47 Personen und konnte in zwölf Fällen ausstehende Forderungen in vierstelliger Höhe eintreiben. Die Duisburger Polizei und Stadtverwaltung führen das ganze Jahr über Kontrollen und Schwerpunkteinsätze gegen Raser, Poser und illegales Tuning durch.

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