Die Region Reutlingen beschäftigte die Polizei in dieser Woche mit mehreren schweren Vorfällen: einem Einbruch in einer Bar, einem Brand in einem Mehrparteienhaus, der tragischen Auffindung eines vermissten Mannes und mehreren Verkehrsunfällen.
Einbruch in Bar in der Lederstraße
In der Nacht zum Dienstag ist eine Bar in der Lederstraße in Reutlingen von einem Unbekannten heimgesucht worden. Gegen 1.15 Uhr brach der Täter gewaltsam die Eingangstür auf und verschaffte sich Zugang zum Gebäude. Im Inneren machte er sich ebenso gewaltsam an zwei Spielautomaten zu schaffen und plünderte diese aus. Zusätzlich erbeutete der Kriminelle Wechselgeld. Der genaue Sachschaden konnte noch nicht beziffert werden. Das Polizeirevier Reutlingen ermittelt.
E-Bike-Akkus entzünden sich im Keller
Am Dienstagabend kurz vor 19.30 Uhr rückten Rettungs- und Einsatzkräfte zu einem Mehrparteienhaus in der Heinestraße in Lichtenstein-Unterhausen aus. Im Keller des Gebäudes hatten sich nach derzeitigem Kenntnisstand die Akkus zweier E-Bikes aus noch unbekannter Ursache entzündet. Die Feuerwehr konnte den Brand durch rasches Eingreifen auf das Untergeschoss begrenzen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Aufgrund eines möglichen Gefahrstoffaustritts aus den Fahrrad-Akkus kamen die Bewohner bei Angehörigen oder in städtischen Notunterkünften unter. Der Sachschaden wird auf circa 30.000 Euro geschätzt.
Vermisster Mann tot aufgefunden
Ein großes Aufgebot an Rettungs- und Einsatzkräften hat am Dienstagabend im Raum Dettingen an der Erms nach einem vermisst gemeldeten Mann gesucht. Der Mann war am Abend nicht von seiner Arbeitsstelle zu seiner Wohnanschrift in Reutlingen zurückgekehrt, weshalb Angehörige zunächst selbst nach ihm suchten. Nachdem diese sein abgestelltes Fahrzeug auf einem Wanderparkplatz im Raum Dettingen lokalisieren konnten, verständigten sie die Polizei. Im Zuge der umgehend eingeleiteten Suchmaßnahmen, zu denen neben der Polizei mehrere dutzend Flächensuchhunde, Drohnen des Rettungsdienstes, ein Personenspürhund und ein Polizeihubschrauber eingesetzt worden waren, konnte der Vermisste gegen ein Uhr tot aufgefunden werden. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung liegen nicht vor.
Frontalzusammenstoß auf L1200 in Kirchheim/Teck
Noch unklar ist die Ursache eines Verkehrsunfalls, der sich am Dienstagnachmittag auf der L1200 ereignet hat. Ein 50-Jähriger war gegen 16 Uhr mit seinem Seat Leon auf der Umgehungsstraße in Richtung Schlierbacher Straße unterwegs, als er aus bislang noch ungeklärter Ursache mit seinem Wagen nach links und auf die Gegenfahrbahn kam. Dort kam es zur frontalen Kollision mit dem entgegenkommenden Cupra Ateca einer 38-Jährigen, die keine Chance mehr hatte, rechtzeitig zu reagieren. Beide Fahrer wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Nach einer notärztlichen Untersuchung an der Unfallstelle konnten beide die Unfallstelle selbstständig verlassen und einen Arzt aufsuchen. Ein Krankenhustransport war nicht notwendig. Beide Autos wurden durch den Aufprall so schwer beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten. Der Sachschaden wird auf insgesamt circa 20.000 Euro geschätzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die L1200 komplett gesperrt werden. Neben dem Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt war die Feuerwehr mit fünf Fahrzeugen und 22 Feuerwehrleuten im Einsatz.
Verwechslung der Pedale führt zu Kollisionen in Bissingen
Die Verwechslung der Pedale hat nach derzeitigem Kenntnisstand zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden am Dienstagvormittag geführt. Gegen 10.45 Uhr wollte ein 85 Jahre alter Mercedes-Fahrer von einem Parkplatz in der Vorderen Straße in Bissingen an der Teck ausparken und gab anstatt zu bremsen offenbar Gas. Der Wagen kollidierte in der Folge mit einem geparkten Mercedes und mit einer Gebäudesäule. Aufgrund seiner Verletzungen wurde der Senior vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht. Sein Auto musste abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden an den Fahrzeugen wird auf circa 8.000 Euro geschätzt. Die Beschädigungen am Gebäude konnten noch nicht beziffert werden.
VW überschlägt sich auf B463 bei Balingen
Leicht verletzt wurde eine 59-Jährige, die am Dienstagnachmittag auf der B463 bei Balingen-Weilstetten einen Verkehrsunfall verursacht hat. Die Frau war gegen 16.15 Uhr mit ihrem VW Touran auf der Bundesstraße in Richtung Albstadt unterwegs, als sie aufgrund von Unachtsamkeit kurz nach der Anschlussstelle Weilstetten mit ihrem Wagen nach rechts von der Fahrbahn abkam. Der VW prallte in die Leitplanken und überschlug sich, bevor er auf dem Dach im Grünstreifen zum Liegen kam. Ein Rettungswagen brachte die Fahrerin zur Untersuchung und Behandlung ins Krankenhaus. Ihr Auto war nach dem Unfall so schwer beschädigt, dass es abgeschleppt werden musste. Da Betriebsstoffe ausgelaufen waren, war auch die Feuerwehr mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Bundesstraße bis etwa 20 Uhr teilweise voll gesperrt werden, was entsprechende Verkehrsbehinderungen zur Folge hatte. Der Sachschaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt.
