Einbruch, Überfälle und Fahrten ohne Lizenz: Polizei im Märkischen Kreis hat volle Hände zu tun

(Symbolbild)

Der Märkische Kreis beschäftigt die Polizei derzeit mit einer ganzen Serie von Straftaten. Innerhalb weniger Tage registrierten die Beamten einen Einbruch in ein Reha-Center, mehrere Diebstähle, zwei Übergriffe auf Frauen und mehrere Verstöße gegen Fahrerlaubnisvorschriften.

In der Nacht zum Mittwoch brachen Unbekannte in ein Reha-Center an der Rotehausstraße ein. Eine Reinigungskraft entdeckte gegen 5.30 Uhr, dass diverse Zimmertüren und Schränke aufgebrochen und die Räume durchwühlt worden waren. Die Täter erbeuteten nach bisherigen Erkenntnissen Bargeld. Die Polizei sicherte Spuren und sucht Zeugen unter der Telefonnummer 9199-0.

Ein Fahrraddiebstahl endete mit zwei Festnahmen. Am Dienstag gegen 21 Uhr beobachtete eine Zeugin vier Personen, die ein Fahrrad von einem Grundstück an der Kampstraße stahlen. Sie meldete dies dem Eigentümer, der mit seinem Pkw unterwegs war. Er fuhr zur Nähe des Parkplatzes am Lennedamm und entdeckte dort die vier Verdächtigen mit seinem Fahrrad. Als er sie ansprach, ergriffen ein Mann und eine Frau die Flucht. Die beiden anderen Personen hielten sich vor Ort auf, bis die Polizei eintraf. Es handelt sich um zwei 46 und 37 Jahre alte Männer aus Iserlohn. Die Ermittler werfen ihnen Bandendiebstahl vor.

Zwei weitere Fahrzeuge wurden in der gleichen Nacht durchsucht. An der Theodor-Hürth-Straße entwendeten Unbekannte aus einem Dacia Sandero die Steuereinheit einer Dashcam aus dem Handschuhfach und durchwühlten den Wagen. An der Hagener Straße wurde aus einem geparkten VW T-Cross am Dienstagabend oder in der folgenden Nacht eine Sonnenbrille gestohlen. Die Halterin fand ihren Wagen ebenfalls durchwühlt vor.

Am Mittwoch gegen 12 Uhr kam es in einem Bus der Linie 1 zu einer körperlichen Auseinandersetzung an der Haltestelle Friedrichstraße. Eine 41-jährige Frau wollte aussteigen, als eine andere Frau begann, mit geballten Fäusten auf sie einzuschlagen und sie aus dem Bus stieß. Zeugen in dem gut besetzten Bus griffen ein. Die 41-Jährige gab an, die Angreiferin nicht zu kennen. Bei der Tatverdächtigen handelt es sich um eine 45-jährige Frau. Sie beschuldigt die andere Frau, sie heimlich zu filmen und zu verfolgen. Außerdem behauptet sie, dass ihr Passwort gehackt worden sei. Die Polizei erstattete gegen sie eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Ein räuberischer Diebstahl ereignete sich am Alten Rathausplatz in einem Modegeschäft. Eine Kundin kam nach einer Anprobe mit einer deutlich dickeren Handtasche aus der Ankleide. Eine Verkäuferin forderte sie auf, den Inhalt der Tasche zu zeigen. Die Unbekannte verweigerte dies und strebte zum Ausgang. Als die Verkäuferin sie an der Tasche festhalten wollte, schlug die Unbekannte ihr auf die Hände, riss sich los und flüchtete mit der dicken Tasche in Richtung Fritz-Kühn-Platz. Eine Nahbereichsfahndung blieb erfolglos. Die Gesuchte wird beschrieben als etwa 1,70 Meter groß mit schwarzen, zu einem Zopf gebundenen Haaren. Sie trug ein schwarzes, langes Kleid, eine weiße Sweatshirtjacke und eine blaue Strandtasche. Auffällig sind Hämatome an beiden Augen, die wie Monokel-Brillengläser aussehen. Die Polizei ermittelt wegen räuberischen Diebstahls.

Mehrere Fahrten ohne gültige Fahrerlaubnis stoppte die Polizei ebenfalls am Mittwoch. Um 18.30 Uhr kontrollierten Beamte im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle einen Pkw am Theodor-Heuss-Ring. Der Fahrer legte einen polnischen Führerschein vor, obwohl er bereits längere Zeit in Deutschland lebt. Diese Fahrerlaubnis wurde nicht umgeschrieben. Eine Stunde später, um 19.30 Uhr, kontrollierten Beamte an der Baarstraße ein weiteres Fahrzeug. Am Steuer saß ein 17-jähriger in Hemer gemeldeter Mann ohne Fahrerlaubnis. Sein Vater auf dem Beifahrersitz erklärte, dass er Kopfschmerzen habe und deshalb nicht fahren konnte. Beide erhielten Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis beziehungsweise des Zulassens einer solchen Fahrt.

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