Erpressung, Pfefferspray und Sachbeschädigung: Chaotische Nacht im Märkischen Kreis

(Symbolbild)

Der Märkische Kreis beschäftigt sich mit gleich drei Vorfällen aus den vergangenen Tagen, die unterschiedlicher nicht sein könnten – von digitalem Erpressungsversuch bis zu nächtlicher Straßenrandale.

Ein 15-Jähriger hat sich richtig verhalten und damit ein Lehrbuchbeispiel für den Umgang mit Erpressungen gegeben: Der Teenager chattete via Messenger mit einer ihm persönlich unbekannten Person und tauschte intime Bilder aus. Danach folgte die Geldforderung – mit der Drohung, die Fotos zu veröffentlichen. Anstatt in die Erpresserfalle zu tappen, informierte der 15-Jährige sofort seinen Vater, und beide schalteten die Polizei ein. Die Beamten ermitteln nun wegen Erpressung. Die Polizei warnt eindringlich davor, sich auf Zahlungen einzulassen: Das Geld ist in solchen Fällen meist weg, und es folgen regelmäßig neue Forderungen. Die Behörde rät dazu, vorsichtig mit persönlichen Daten und Bildern umzugehen und bei Missbrauch oder Täuschung sofort Kontakt zur Polizei aufzunehmen und den Kontakt zum Täter zu beenden.

Eine turbulente Nacht erlebten die Anwohner der Schwerter Straße in Letmathe. Ein 43-Jähriger stand um 00.30 Uhr auf der Straße und brüllte herum. Als ein Anwohner ihn zur Ruhe ermahnte, beleidigte der Mann ihn. Der Anwohner trat daraufhin vor seine Haustür – und es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Der 43-Jährige hob die Fäuste, der Anwohner griff zu Pfefferspray und versprühte es. Die Polizei trennte beide Parteien, stellte das Pfefferspray sicher und fertigte gegen beide Männer Anzeigen. Ein Rettungswagen war vor Ort und spülte dem 43-Jährigen die Augen aus. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 02371 9199-1990 bei der Polizei zu melden.

Am gestrigen Nachmittag, gegen 18 Uhr, trat ein 39-Jähriger an der Mendener Straße gegen mehrere Fahrzeuge. Der stark aufgebrachte Mann beschädigte dabei mindestens zwei Autos oberflächlich. Passanten hielten den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung ein. Nach seiner Beruhigung konnte der 39-Jährige später entlassen werden.

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