In Taunusstein haben Kinder künftig feste Anlaufstellen, wenn sie Hilfe benötigen oder sich in einer unsicheren Situation befinden. Am 10. Juni wurden im Bürgerhaus Taunus die ersten Einrichtungen offiziell in das Netzwerk der LEON-Hilfe-Inseln aufgenommen.
Bürgermeister Joachim Reimann und Polizeipräsident Björn Gutzeit vom Polizeipräsidium Westhessen überreichten den teilnehmenden Einrichtungen und Betrieben die LEON-Hilfe-Inseln-Plaketten. Die Einrichtungen stehen Kindern als Anlaufstellen zur Verfügung, wenn sie sich verlaufen haben, sich unwohl fühlen oder in anderen Situationen Unterstützung suchen.
Bei den LEON-Hilfe-Inseln handelt es sich um ein Präventionsprojekt der hessischen Polizei. Die teilnehmenden Einrichtungen sind durch eine LEON-Plakette erkennbar und bieten Kindern einen geschützten Ort, an dem sie Unterstützung erhalten oder von dem aus weitere Hilfe organisiert werden kann.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Kinder im Grundschulalter, die zunehmend selbstständig unterwegs sind – etwa auf dem Schulweg, auf dem Weg zu Freizeitangeboten oder beim Besuch von Freunden. Die Hilfeinseln sollen Kindern Orientierung geben und ihnen die Sicherheit vermitteln, dass Unterstützung erreichbar ist, wenn sie benötigt wird.
In den Grundschulen der teilnehmenden Kommunen wird das Konzept der LEON-Hilfe-Inseln vermittelt, damit jedes Kind über die Existenz sowie den Zweck informiert ist. Darüber hinaus soll es jährlich eine Information der Erstklässler-Eltern in Form eines Elternabends geben.
„Kinder sollen sich in Taunusstein sicher bewegen können und wissen, dass sie im Bedarfsfall nicht allein sind. Die LEON-Hilfe-Inseln machen Hilfsangebote sichtbar und schaffen verlässliche Anlaufstellen im Alltag von Kindern. Gleichzeitig setzen wir damit eine wichtige Maßnahme unseres Aktionsplans als Kinderfreundliche Kommune um“, sagte Bürgermeister Joachim Reimann.
„Mit den LEON-Hilfe-Inseln schaffen wir sichtbare und verlässliche Anlaufstellen für Kinder im Alltag. Mein besonderer Dank gilt den Gewerbetreibenden und Einrichtungen, die sich an diesem Projekt beteiligen. Sie zeigen, dass Sicherheit eine gemeinsame Aufgabe ist und leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer Kinder“, so Björn Gutzeit, Präsident des Polizeipräsidiums Westhessen.