Ein 23-jähriger Guineer aus Herne ist am Samstagnachmittag im Essener Stadtkern vor Polizisten geflohen und hat dabei eine Tüte mit Drogen weggeworfen. Die Beamten des Präsenzkonzepts „Safe City“ erwischten ihn kurz darauf und stellten erhebliche Mengen Heroin und Kokain sicher.
Gegen 14:40 Uhr erkannten zivilgekleidete Einsatzkräfte den 23-Jährigen am Kennedyplatz, oberhalb des Friedensplatzes. Der Mann war den Polizisten bereits von vorangegangenen Einsätzen im Zusammenhang mit dem Drogenhandel bekannt. Als er die zivilen Beamten wiedererkannte, setzte er sofort zur Flucht an.
Während der Verfolgung zu Fuß warf der Tatverdächtige eine weiße Tüte weg – ein Manöver, das die Beamten jedoch genau beobachteten. Nach kurzer Zeit gelang es ihnen, den Herner zu stoppen und festzunehmen.
In der weggeworfenen Tüte fanden die Polizisten 72 sogenannte „Bubbles“ mit mutmaßlichem Kokain im Gesamtgewicht von etwa 17,5 Gramm sowie 51 „Bubbles“ mit mutmaßlichem Heroin im Gesamtgewicht von etwa 26,5 Gramm. Bei der anschließenden Durchsuchung des 23-Jährigen stellten die Beamten zudem etwa 60 Euro Bargeld in seiner Hosentasche sicher und beschlagnahmten das Geld.
Das Amtsgericht Essen erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen einen Untersuchungshaftbefehl gegen den jungen Mann. Die Ermittlungen richten sich gegen ihn wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln.