EU verhängt neue Sanktionen gegen Russland wegen Cyberangriffen

via dts Nachrichtenagentur

Die Europäische Union greift zu neuen Strafmaßnahmen gegen Russland. Grund sind massive Cyberangriffe, die von russischen Geheimdiensten und Hacker-Gruppen ausgehen. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte die Sanktionen am Montag an.

Die Maßnahmen treffen neun Einzelpersonen und vier Organisationen. Darunter sind GRU-Geheimdienstoffiziere, Cyberkriminelle, sogenannte selbsternannte Hacktivisten und private Unternehmen. Alle sind nach Angaben der EU an Russlands Versuchen beteiligt, die Europäische Union, ihre Mitgliedstaaten und internationale Partner zu destabilisieren. Großbritannien zieht parallel mit entsprechenden Sanktionen nach.

Hinter den Cyberangriffen steckt nach Erkenntnissen europäischer Institutionen das 16. Zentrum des russischen Föderalen Sicherheitsdienstes FSB. Diese Abteilung soll eine ganze Reihe von Cyber-Bedrohungsgruppen kontrollieren, darunter die Gruppe TURLA. Der FSB führe seit Jahren eine „Vielzahl von bösartigen Cyberaktivitäten“ durch, die zunehmend der EU, ihren Mitgliedstaaten, internationalen Partnern und besonders der Ukraine schaden.

Die Attacken haben massive Folgen: Russische Hacker sind in Regierungsnetzwerke eingedrungen und haben kritische Infrastrukturen sabotiert. Betroffen sind mehrere europäische Länder, darunter Frankreich, Deutschland, Polen und Finnland.

Auch das deutsche Auswärtige Amt reagiert mit deutlicher Kritik. Berlin kündigte an, den russischen Botschafter einbestellt zu haben, um die deutsche Haltung gegenüber Russland unmissverständlich zu machen.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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