EU zwingt Meta zur kostenlosen Öffnung von WhatsApp für fremde KI-Assistenten

via dts Nachrichtenagentur

Die Europäische Kommission hat den US-Internetkonzern Meta dazu verpflichtet, konkurrierenden KI-Assistenten wieder freien Zugang zu WhatsApp zu gewähren. Diese Anordnung muss bis zum Ende des laufenden Kartellverfahrens aufrechterhalten werden, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.

Mit dieser Maßnahme will Brüssel verhindern, dass das Verhalten von Meta „einen schweren und nicht wiedergutzumachenden Schaden für den Wettbewerb auf diesem wachsenden Markt zur Folge hat“. Die Kommission hatte im Dezember 2025 eine kartellrechtliche Untersuchung zu der neuen Politik von Meta eingeleitet, wonach fremde KI-Anbieter aus WhatsApp ausgesperrt werden, sodass nur noch der eigene Dienst „Meta AI“ Zugang hatte.

Nach Einschätzung der EU-Behörde hat Meta mit WhatsApp mindestens seit 2023 eine beherrschende Stellung auf dem Markt für Kommunikations-Apps für Verbraucher im Europäischen Wirtschaftsraum inne. Diese beherrschende Stellung habe das Unternehmen dem ersten Anschein nach missbraucht, indem es konkurrierenden allgemeinen KI-Assistenten den Zugang zur Programmierschnittstelle (API) von „WhatsApp for Business“ verwehrte.

Seit März ließ Meta zwar allgemeine KI-Assistenten anderer Anbieter auf WhatsApp wieder zu, erhob jedoch eine Gebühr, die nach Ansicht der EU-Kommission de facto auf das vorherige Zugangsverbot hinauslief. Meta müsse den Zugang von allgemeinen KI-Assistenten Dritter zur Programmierschnittstelle von „WhatsApp for Business“ zu denselben Bedingungen wie vor dem 15. Oktober 2025 wiederherstellen, als dieser Zugang für alle diese KI-Assistenten kostenlos war.

» Weitere internationale News