Europol-Aktion: Menschenhändler-Ring in indischen Restaurants ausgehoben

(Symbolbild)

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Arbeitsausbeutung des Berliner Landeskriminalamtes und des Hauptzollamtes hat am Freitagabend an einer international koordinierten Aktion gegen Menschenhandel mitgewirkt. Im Fokus stand ein Menschenhändler-Ring, der vorwiegend indische Staatsangehörige in Restaurants ausbeutet.

Die Ermittler arbeiteten dabei mit niederländischen Arbeitsinspektion und Strafverfolgungsbehörden zusammen. Die Aktion war Teil der EMPACT Action Days, die jährlich von Europol initiiert werden. Der verdächtige Ring agierte in mehreren Lokalen einer indischen Restaurantkette, die Niederlassungen in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Luxemburg, Frankreich und der Schweiz hat.

Insgesamt wurden in der Europäischen Union 20 Restaurants zeitgleich kontrolliert. In dieser koordinierten Aktion gelang es, zwei der Haupttäter in den Niederlanden festzunehmen.

In Berlin wurden zwei Restaurants mit insgesamt 27 Arbeitnehmern sowie einem Geschäftsführer kontrolliert. Die Ermittler stellten vereinzelt Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht und das Sozialgesetzbuch III fest. In einem der Restaurants wurden mehrere Arbeitnehmer auf Matratzen im Keller schlafend angetroffen.

Den Ermittlungen zufolge zwangen die Tatverdächtigen ihre Opfer bei geringen Löhnen bis zu 16 Stunden täglich zu arbeiten. Um sicherzustellen, dass die Betroffenen weitermachten, bedrohten die Täter sowohl sie als auch ihre Familien im Heimatland. Mit ihren Taten sollen die Verdächtigen Gewinne in Höhe von mehreren Millionen Euro erzielt haben. Die Ermittlungen dauern an.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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