Die aktuelle Dürremonitor-Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt für die Region um Berlin ein dramatisches Bild: Während Brandenburg von extremer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen ist, weist Berlin selbst noch gemischte Bodenfeuchtewerte auf. Besonders alarmierend sind die tiefrot gefärbten Gebiete östlich und südlich der Hauptstadt.

Der UFZ Dürremonitor offenbart deutliche regionale Unterschiede in der Bodenfeuchte. Die schwerste Dürre konzentriert sich auf die östlichen und südöstlichen Bereiche Brandenburgs, wo der Soil Moisture Index extreme Trockenheitswerte anzeigt. Im Berliner Stadtgebiet variiert die Situation stark – von gelben Bereichen mit mäßiger Trockenheit bis hin zu orangenen Zonen mit deutlichem Wassermangel. Einige westliche Stadtteile zeigen noch relativ günstige Werte, während südöstliche Bezirke bereits von der Brandenburg-Dürre erfasst werden.
Die Niederschläge der vergangenen Woche mit durchschnittlich 19,9 mm konnten die angespannte Bodenfeuchtesituation kaum entspannen. Bei milden Temperaturen um 12°C und Höchstwerten bis 20,4°C verdunstet das wenige Regenwasser schnell wieder. Die für die kommenden Tage erwarteten 10 mm Niederschlag werden bei den prognostizierten Temperaturen um 12,8°C ebenfalls nicht ausreichen, um die tieferen Bodenschichten zu erreichen und die Dürresituation nachhaltig zu verbessern.
Für die Landwirtschaft in Brandenburg bedeutet diese extreme Trockenheit erhebliche Ernteausfälle und Bewässerungsprobleme. Auch die Berliner Stadtbäume und Grünflächen leiden unter dem Wassermangel, während die Grundwasserreserven in der gesamten Region unter Druck stehen. Die Wasserversorger müssen mit erhöhter Nachfrage und möglicherweise sinkenden Reserven rechnen.
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