Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Sachsen eine deutlich verschärfte Bodentrockenheit. Weite Teile des Bundeslandes weisen schwere Dürre (rote Bereiche) auf, während sich in den zentralen und östlichen Regionen sogar extreme Dürre (dunkelrote Areale) entwickelt hat. Lediglich im äußersten Westen und Nordwesten des Landes sind noch Gebiete mit ungewöhnlicher Trockenheit oder moderater Dürre zu verzeichnen.

Regional zeigt sich ein deutliches West-Ost-Gefälle: Während die westlichen Landesteile noch überwiegend orange bis gelbe Bereiche aufweisen, dominieren in der Mitte und im Osten Sachsens rote bis dunkelrote Flächen. Besonders betroffen sind die östlichen Regionen um Dresden und die Lausitz, wo sich extreme Dürrebedingungen etabliert haben. Der Süden des Landes zeigt ebenfalls großflächig schwere Dürreklassen.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche unterstreichen die Trockenheit: Mit nur 9,5 mm Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 17,3°C blieb die Situation angespannt. Der UFZ-Dürremonitor zeigt als 14-Tage-gleitendes Mittel den Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe und wird wöchentlich aktualisiert. Die prognostizierten 25,3 mm Niederschlag für die kommenden drei Tage könnten den Oberboden kurzfristig entlasten, der träge reagierende Gesamtboden wird jedoch Zeit brauchen, um sich zu erholen.
Die schwere bis extreme Dürre in weiten Teilen Sachsens stellt eine deutliche Belastung für die Landwirtschaft dar. Bewässerungsmaßnahmen gewinnen an Bedeutung, und auch die Forstwirtschaft muss mit erhöhtem Trockenstress rechnen. Die Wasserversorgung sollte in den besonders betroffenen Regionen aufmerksam beobachtet werden.
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