Bodenfeuchte Deutschland: Süden zeigt schwere Dürre, Norden weitgehend normal – 30. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Deutschland ein geteiltes Bild der Bodenfeuchtigkeit. Während der Süden und Südosten Deutschlands überwiegend von schwerer Dürre (rot) bis hin zu extremer Dürre (dunkelrot) geprägt sind, weisen der Norden und Nordwesten mehrheitlich normale bis feuchte Bodenverhältnisse (blau/grün) auf. Etwa zwei Drittel der Landesfläche zeigen ungewöhnlich trockene bis schwer dürre Bedingungen.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders betroffen sind Bayern und Baden-Württemberg, wo großflächig schwere Dürre herrscht. In Teilen Bayerns und entlang der Alpen sind sogar extreme Dürrebedingungen sichtbar. Auch Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zeigen mehrheitlich schwere Dürre. Der Osten Deutschlands mit Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern weist moderate Dürre auf. Deutlich besser ist die Lage in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und dem westlichen Niedersachsen, wo normale bis feuchte Bodenverhältnisse vorherrschen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen regional unterschiedliche Niederschlagsmengen: Während Bayern (13,4 mm) und Sachsen-Anhalt (15,7 mm) mehr Regen erhielten, blieben das Saarland (0 mm), Brandenburg (0,7 mm) und Mecklenburg-Vorpommern (0,2 mm) sehr trocken. Für die kommenden drei Tage werden 8,7 mm Niederschlag im Deutschlandmittel erwartet, wobei Sachsen (25,3 mm) und Nordrhein-Westfalen (15,2 mm) die höchsten Mengen bekommen sollen. Da die UFZ-Karte ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe darstellt, werden sich kurzfristige Regenfälle erst verzögert in der Bodenfeuchte bemerkbar machen.

Die schwere Dürre in Süddeutschland bedeutet deutliche Belastungen für die Landwirtschaft, insbesondere während der wichtigen Vegetationsperiode. Waldbestände sind durch die anhaltende Trockenheit belastet, und die Wasserversorgung steht unter verstärkter Beobachtung. Die normale Bodenfeuchte im Norden bietet dort hingegen gute Bedingungen für die Vegetation. Der UFZ-Dürremonitor wird wöchentlich aktualisiert und zeigt ein 14-Tage-Mittel der Bodenfeuchtigkeit.

Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.

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