Extreme Dürre in Ostdeutschland – UFZ-Monitor zeigt dramatische Lage am 24. April 2026

Deutschland befindet sich in einer dramatischen Dürresituation: Der aktuelle UFZ-Dürremonitor zeigt für weite Teile des Landes außergewöhnlich niedrige Bodenfeuchtewerte. Besonders dramatisch ist die Lage in Ostdeutschland, wo sich großflächig die dunkelroten Bereiche extremer Dürre ausbreiten.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die Karte des Helmholtz-Zentrums offenbart ein besorgniserregendes Muster: Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Teile von Mecklenburg-Vorpommern sind großflächig von außergewöhnlicher Dürre betroffen. Auch in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen zeigen sich ausgedehnte rot eingefärbte Gebiete mit extremer Trockenheit. Lediglich in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und vereinzelten Bereichen Niedersachsens finden sich noch gelbe Bereiche mit moderater Bodenfeuchte.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verdeutlichen das Problem: Während Berlin und Brandenburg immerhin 39,7 beziehungsweise 53,7 Millimeter Niederschlag erhielten, blieben große Teile Süddeutschlands nahezu niederschlagsfrei. Baden-Württemberg verzeichnete nur 0,9 Millimeter, Bayern lediglich 1,9 Millimeter Regen. An der dramatischen Dürresituation ändert auch die Tatsache wenig, dass für die kommenden drei Tage deutschlandweit kein Niederschlag erwartet wird – denn die oberflächennahen Schauer der vergangenen Tage reichen nicht aus, um die tieferen Bodenschichten zu durchfeuchten, in denen die Vegetation ihre Hauptwasserreserven findet.

Für die Landwirtschaft bedeutet diese Situation eine existenzielle Bedrohung: Aussaat und Keimung sind in den betroffenen Gebieten massiv gefährdet. Die Wasserversorgung steht vor enormen Herausforderungen, da Grundwasserspiegel und Oberflächengewässer bereits stark belastet sind. Waldbrände werden bei den erwarteten trockenen Bedingungen zu einem erheblichen Risiko, während Ökosysteme unter dem anhaltenden Wasserstress leiden.

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