Nach einer Flucht vor einer Polizeikontrolle in Siegburg besteht der Verdacht eines Fahrerwechsels. Am Montagabend (27. Juli) gegen 18:00 Uhr wollten Polizeibeamte der Wache Siegburg einen Mercedes auf der Barbarossastraße kontrollieren. Der Fahrer hielt zunächst an, beschleunigte dann aber plötzlich und flüchtete mit dem Fahrzeug.
Bei seiner Flucht überquerte der Fahrer an der Kreuzung Steinbahn/Alte Poststraße eine rote Ampel. Ob dabei andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden, ermittelt die Polizei derzeit. Während der Fahrt über die Barbarossastraße in Richtung Steinbahn verloren die Polizisten den Blickkontakt zum flüchtenden Wagen.
Wenig später entdeckten Einsatzkräfte den Mercedes auf der Zeithstraße wieder – am Steuer saß jedoch nicht mehr der junge Mann, der zuvor geflüchtet war. Stattdessen saß die Fahrzeughalterin am Lenkrad. Bei dem Flüchtigen handelt es sich mutmaßlich um den 22-jährigen Sohn der Halterin. Die Frau gab an, soeben von ihrer Wohnanschrift aus losgefahren zu sein und konnte keine weiteren Angaben machen. Das Mobiltelefon der Fahrzeughalterin wurde zur Klärung des Sachverhalts als Beweismittel beschlagnahmt.
Die weiteren Ermittlungen brachten belastende Details zu Tage: Der 22-Jährige besitzt keine gültige Fahrerlaubnis. Bereits am 10. Juli 2026 war das Fahrzeug im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis aufgefallen – auch damals soll der Tatverdächtige den Mercedes gefahren haben. Das Fahrzeug wurde als Beweismittel beschlagnahmt.
Das Verkehrskommissariat der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis ermittelt jetzt wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Zeugen, die Angaben zur Tat oder zum Fahrzeugführer machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 02241/541-3121 bei der Polizei zu melden.
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