Die Polizei Dessau-Roßlau berichtete für die Zeit vom 7. bis 8. Juni über mehrere Betrugsfälle, einen Fahrraddiebstahl sowie Wildunfälle. Im Mittelpunkt stand ein aufwendiger Betrug mit Messengerdienst, bei dem ein 58-Jähriger 1.200 Euro verlor.
Eine 71-Jährige erstattete Anzeige wegen des Diebstahls ihres Fahrrads aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses in der Heinrich-Heine-Straße in Rodleben. Die Tat ereignete sich zwischen dem 5. Juni, 10 Uhr, und dem 6. Juni, 8 Uhr. Zur Schadenshöhe machte sie keine Angaben.
Bei einem Betrugsfall über einen Messengerdienst verlor ein 58-Jähriger etwa 1.200 Euro. Er hatte am 9. Mai eine Nachricht von einer unbekannten Telefonnummer erhalten und entwickelte einen intensiven schriftlichen Kontakt mit der vermeintlich weiblichen Person. Für ein geplantes Treffen im Dessauer Stadtteil Siedlung sollte er zunächst einen Geschenkgutschein im Wert von 100 Euro kaufen und den Code übermitteln, was er tat. An der genannten Adresse traf er jedoch niemanden an. Die Betrügerin gab daraufhin immer neue Wohnorte im Bereich Dessau-Roßlau an und forderte weitere Gutscheincodes. Erst am 6. Juni erkannte er den Betrug und brach den Kontakt ab.
Eine 37-Jährige wurde Opfer von Warenbetrug. Sie hatte am 2. Juni bei einem Onlineshop eine Poolfolie bestellt und 200 Euro bezahlt. Als die Ware nach zwei bis drei Werktagen nicht eintraf und das Unternehmen auf ihre Anfragen nicht reagierte, vermutete sie, einem Fakeshop aufgesessen zu sein.
Am 7. Juni um 2.30 Uhr kontrollierten Polizisten in der Junkersstraße auf Höhe Ecke Köthener Straße einen Skoda-Fahrer. Bei dem 35-Jährigen stellten sie Alkoholgeruch fest. Ein Atemtest ergab etwas mehr als 1 Promille, ein Drogentest reagierte positiv auf Kokain. Ein Arzt nahm ihm in einem Krankenhaus Blut ab, die Weiterfahrt wurde untersagt.
Bei Wildunfällen entstanden erhebliche Sachschäden: Am 7. Juni um 21.25 Uhr kollidierte ein 35-Jähriger mit seinem Kia auf der Bundesstraße von Roßlau nach Dessau mit einem Waschbär. Schaden: etwa 1.500 Euro. Am 8. Juni um 0.35 Uhr stieß ein 67-Jähriger mit seinem BMW auf derselben Strecke Richtung Zerbst mit einem Reh zusammen. Der Wagen musste abgeschleppt werden, Schaden: etwa 8.000 Euro. Am 8. Juni um 5.55 Uhr erwischte es einen 60-jährigen BMW-Fahrer in der Argenteuiler Straße, als eine Wildschweinrotte die Fahrbahn kreuzte. Ein Tier konnte nicht ausweichen, flüchtete aber. Schaden: etwa 2.000 Euro.
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle am 5. Juni zwischen 17.15 und 19.30 Uhr in der Möster Straße hielten sich fünf Autofahrer nicht an das Tempolimit von 30 km/h. Der schnellste fuhr 47 km/h. Gegen alle wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.