Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Fahrrad und einem E-Scooter in München-Ramersdorf ist ein 43-jähriger Radfahrer verletzt worden. Die beiden Verursacher auf dem E-Scooter flüchteten nach dem Unfall zu Fuß und ließen ihr Fahrzeug zurück.
Der Unfall ereignete sich am Sonntag gegen 21:10 Uhr auf dem rechten Radweg der Bad-Schachener-Straße. Der 43-jährige Deutsche war mit seinem Fahrrad in Richtung Michaelibad unterwegs, als ihm zwei unbekannte Männer mit einem gemieteten E-Scooter entgegenkamen. Auf Höhe des Innsbrucker Rings kollidierten die Fahrzeuge frontal miteinander.
Während die beiden E-Scooter-Fahrer zu Boden stürzten, konnte der Radfahrer einen Sturz verhindern, wurde aber durch den Zusammenstoß verletzt. Nach dem Unfall flüchteten die beiden unbekannten Männer zu Fuß und ließen ihren E-Scooter am Unfallort zurück. An beiden Fahrzeugen entstand geringfügiger Sachschaden.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang oder zu den flüchtigen Personen machen können. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (089) 6216-3322 beim Unfallkommando in der Tegernseer Landstraße 210 zu melden.
In einem weiteren Vorfall nahm die Polizei am Sonntagabend einen 56-jährigen Deutschen wegen einer exhibitionistischen Handlung fest. Eine 31-jährige Fußgängerin hatte gegen 22:20 Uhr in der Pilgersheimerstraße bemerkt, wie der Mann mit entblößtem Unterkörper an einem offenen Fenster im Obergeschoss eines Wohnhauses sexuelle Handlungen an sich vornahm. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen ermitteln und festnehmen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen. Das Kommissariat 15 führt die weiteren Ermittlungen.
Ebenfalls am Sonntagabend kam es zu einem Diebstahl eines E-Scooters am Sendlinger-Tor-Platz. Ein 26-jähriger Kolumbianer hatte gegen 22:35 Uhr seinen E-Scooter in unmittelbarer Nähe zu einem gastronomischen Betrieb abgestellt. Ein unbekannter Mann ging an der Gaststätte vorbei, stieg unvermittelt auf den E-Scooter und fuhr damit los. Ein Zeuge bemerkte die Situation, holte den Täter ein und hielt ihn fest, bis die Polizei eintraf. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 35-jährigen Polen mit Wohnsitz in München. Er wurde wegen Diebstahls angezeigt und nach den polizeilichen Maßnahmen vor Ort entlassen. Das Kommissariat 54 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Das Polizeipräsidium München beteiligt sich im Juni an einer bayernweiten Verkehrsschwerpunktaktion zur Erhöhung der Sicherheit auf Landstraßen. Im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ stehen dabei Geschwindigkeit und Ablenkung durch beispielsweise Handy am Steuer im Fokus.
Am Mittwoch, 17. Juni, findet von 11:00 bis 18:30 Uhr ein Aktionstag am Marienplatz statt. Polizeibeamte und Vertreter des Mobilitätsreferats der Stadt München werden vor Ort sein, um die Gefahren des Straßenverkehrs anschaulich zu vermitteln. Ausgestellt wird unter anderem der polizeiliche Präventionsanhänger mit dem Unfallwrack eines Fahrzeugs aus einem illegalen Kraftfahrzeugrennen. 2025 kamen sechs Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München ums Leben, 47 weitere Verkehrsteilnehmer wurden schwer verletzt.
Das Format „Popcorn with a Cop“ bietet die Möglichkeit, bei kostenlosem Popcorn mit Polizeibeamten ins Gespräch zu kommen. Das Mobilitätsreferat beteiligt sich mit dem Pop-up-Fotostudio „Dein Foto für Münchens Straßen“ an der Veranstaltung, bei dem Besucher verschiedene Verkehrssituationen nachstellen können.