Falsche Polizisten in Suhl: Senior angegriffen – mutige Nachbarn schnappen Betrüger

(Symbolbild)

Am Samstag versuchten Betrüger, einen 83-jährigen Mann aus Suhl um seine Wertsachen zu bringen. Ein angeblicher Polizeibeamter rief an und behauptete, der Senior gehöre zu einer Risikogruppe. Aus Versicherungsgründen müssten Wertgegenstände protokolliert werden, sagte der Anrufer. Er kündigte an, einen Kollegen zur Adresse zu schicken.

Kurze Zeit später klingelte es an der Tür. Ein junger Mann präsentierte einen vermeintlichen Ausweis des Bundeskriminalamtes. Der Senior bat ihn auf die Terrasse. Während des gesamten Besuchs telefonierte der Mann über Lautsprecher mit einer weiteren Person, die ihm Anweisungen gab. Der Rentner konnte das Gespräch verfolgen – und wurde stutzig. Die ganze Angelegenheit kam ihm komisch vor. Er weigerte sich, weitere Gegenstände abzugeben, und forderte den Mann, zu gehen.

Daraufhin schlug der Unbekannte auf den Geschädigten ein und lief weg. Drei mutige Nachbarn – zwei Männer und eine Frau – sahen, was passierte. Sie alarmierten sofort die Polizei und verfolgten den Betrüger zu Fuß. Sie hielten ihn fest, bis Polizisten eintrafen. Die Beamten nahmen den 30-Jährigen vorläufig fest. Der Senior kam zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.

Die Polizei lobt das couragierte Verhalten der drei Zeugen ausdrücklich. Durch ihre Aufmerksamkeit und das schnelle Handeln konnte der Täter gefasst werden. Gleichzeitig warnt die Polizei: Bei vergleichbaren Situationen sollte man stets auf die eigene Sicherheit achten und sich nicht selbst in Gefahr bringen.

So machen Sie sich vor Betrügern sicher

Die Polizei warnt vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen: Die Polizei fragt nie nach Wertgegenständen, Bargeld oder Schmuck, um diese angeblich aus Versicherungsgründen zu erfassen oder in Sicherheit zu bringen. Lassen Sie sich nicht durch solche Behauptungen unter Druck setzen.

Öffnen Sie Ihre Tür nur, wenn Sie sich sicher sind, wer davor steht. Lassen Sie sich nicht von einem vermeintlichen Dienstausweis täuschen – auch dieser kann gefälscht sein. Im Zweifelsfall schließen Sie die Tür und überprüfen Sie die Angaben über die offizielle Telefonnummer der zuständigen Polizeidienststelle.

Beenden Sie verdächtige Telefonate und wählen Sie selbst die 110. Verwenden Sie dafür nicht die Rückruffunktion und keine Telefonnummer, die Ihnen der Anrufer nennt. Geben Sie niemals Bargeld, Schmuck, Bankkarten oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen heraus. Verraten Sie am Telefon auch nichts über Ihre Vermögensverhältnisse.

Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Betrüger erzeugen häufig durch angebliche Notfälle, Drohungen oder vermeintliche Sicherheitsmaßnahmen Angst. Holen Sie sich Unterstützung: Sprechen Sie mit Angehörigen, Nachbarn oder Vertrauenspersonen, wenn Ihnen ein Anruf oder ein Besuch verdächtig vorkommt. Informieren Sie auch ältere Menschen in Ihrem Umfeld über diese Betrugsmaschen.


Die Entwicklung in Suhl

2024 zählte die Polizei in Suhl 443 Betrugsfälle, 2025 waren es 456 — 2,9 Prozent mehr. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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