Falsche Schwiegertochter erbeutet fünfstellige Summe in Ennepetal

(Symbolbild)

Eine 83-jährige Frau aus Ennepetal ist am Montag Opfer eines Betrugs geworden und hat einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag an Unbekannte übergeben. Eine Anruferin hatte sich als ihre Schwiegertochter ausgegeben und Geld für angebliche Medikamente gefordert.

Gegen 10 Uhr rief die falsche Schwiegertochter bei der Seniorin an und behauptete, sie leide an einer seltenen Viruserkrankung und liege schwer erkrankt in einem Bochumer Krankenhaus. Für teure Infusionen benötige sie dringend sehr viel Geld. Ein männlicher Komplice würde das Geld an der Wohnadresse in der Wilhelmshöher Straße abholen.

Die Nachricht versetzte die 83-Jährige derart in Schock, dass sie gegen 12.30 Uhr tatsächlich das geforderte Geld an den Abholer übergab. Der Mann war etwa 1,65 Meter groß, hatte eine stämmige Figur und südländisches Aussehen. Er war dunkel gekleidet und flüchtete nach der Geldübergabe in Richtung Fuhrstraße.

Erst später erkannte die Frau, dass sie betrogen worden war, und informierte die Polizei. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei weist erneut darauf hin: Weder Ärzte noch Anwälte oder Polizeibeamte verlangen am Telefon Geld oder Wertgegenstände für ihre Arbeit. Bei solchen Anrufen handelt es sich immer um Betrug. Die Beamten raten, sofort aufzulegen, die Polizei unter 110 zu kontaktieren und die angeblich betroffenen Angehörigen anzurufen, um sich zu vergewissern, dass kein Geld benötigt wird.

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