In Bremen sind am Dienstag mindestens fünf Fälle von Trickbetrug bekannt geworden, bei denen sich Unbekannte als Wasserwerker ausgegeben haben. Zwischen 11:00 Uhr und 14:30 Uhr klingelten jeweils zwei Männer an Wohnungen, überwiegend von älteren Menschen, und behaupteten, Wasserleitungen überprüfen oder eine Wasseruhr austauschen zu müssen.
Die Masche war immer gleich: Während einer der Männer die Bewohnerinnen und Bewohner ablenkte – etwa indem er sie in die Küche oder ins Badezimmer führte – bewegte sich der Komplize unbeobachtet durch weitere Räume der Wohnung.
In mindestens einem Fall gelang den Tätern der Diebstahl: Sie entwendeten eine Goldkette aus einem Schlafzimmer. In einem weiteren Fall wurden zwei Haustürschlüssel gestohlen. Bei anderen Taten blieb es nach bisherigen Erkenntnissen beim Versuchsstadium. Ein 94 Jahre alter Mann wurde rechtzeitig misstrauisch, sprach die vermeintlichen Handwerker darauf an, und die Männer verließen daraufhin die Wohnung.
Die Polizei Bremen warnt ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche. Ältere Menschen werden immer wieder gezielt von Trickdieben angesprochen. Die Behörde empfiehlt, unbekannte Personen nicht ohne Prüfung in die Wohnung zu lassen und sich einen Dienstausweis zeigen zu lassen. Bei angeblichen Arbeiten von Versorgungsunternehmen sollte man selbst beim jeweiligen Unternehmen nachfragen – über eine selbst recherchierte Telefonnummer. Echte Mitarbeiter haben Verständnis dafür, wenn Bewohnerinnen und Bewohner deren Identität überprüfen. Im Zweifel sollten Nachbarn, Angehörige oder andere Vertrauenspersonen hinzugezogen werden. Sollte etwas verdächtig wirken, ist es richtig, die Tür zu schließen und die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen.
Die Polizei bittet Angehörige und Nachbarn, insbesondere ältere Menschen über diese und ähnliche Betrugsmaschen zu informieren. Ein kurzes Gespräch kann helfen, Trickdieben die Tür vor der Nase zuzumachen.
Die Ermittlungen zu den Fällen dauern an.
Die Entwicklung in Bremen
2024 zählte die Polizei in Bremen 11.589 Betrugsfälle, 2025 waren es 10.143 — 12,5 Prozent weniger. Bundesweit ist die Zahl im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gesunken.
Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts, 2025.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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